
Die römisch-katholische Filialkirche Glasing steht in der Ortschaft Glasing in der Stadtgemeinde Güssing im Bezirk Güssing im Burgenland (Österreich). Die dem Patrozinium Heiligste Dreifaltigkeit unterstellte Filialkirche gehört zur Pfarre Güssing im Dekanat Güssing in der Diözese Eisenstadt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
Die nach Süden gerichtete Filialkirche befindet sich in der Ortsmitte an der Glasinger Straße (L 400).
Bis zur Errichtung der ersten Kirche in den Jahren 1925 und 1926 bestand ein Glockenturm aus Holz – die Gottesdienste fanden in der Pfarrkirche in Güssing statt. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche war groß und wurde in den Jahren 1925 und 1926 nach Entwürfen des Baumeisters Johann Neubauer aus Jennersdorf realisiert. Renovierungen des Gotteshauses erfolgten in den Jahren 1949, 1964 bis 1967, 1987 und 2011. Die Finanzierung des Kirchenbaus und der nachfolgenden Renovierungsmaßnahmen erfolgte durch die Gemeinde, die Ortsbevölkerung und die nach Amerika ausgewanderten ehemaligen Ortsbewohner.
Das Gebäude im klassizistischen Schema liegt auf einem rechteckigen Grundriss unter einem Satteldach mit eingezogenem, niedrigerem 5/8-Chor sowie ostseitigem, eingeschoßigem Choranbau, der als Sakristei genutzt wird. Chor und Choranbau haben abgewalmte Dächer. Der Nordturm ist in die Fassade integriert und zweigeschoßig. In der Erdgeschoßzone befindet sich das Hauptportal und der Turm wird durch ein hohes Pyramidendach bekrönt. Der Kirchenbau und die Glockenstube sind durch einfache, hochrechteckige Rundbogenfenster geprägt, die von flachen Putzstreifen umfangen werden.
Das Kircheninnere erreicht man über einen Vorraum mit Tonnengewölbe an der Turmbasis. Darüber liegt eine durch zwei Pfeiler gegliederte Empore mit dreiteiliger Brüstung. Der zweijochige Kirchenraum ist kreuzgewölbt zwischen Gurtbögen, die auf Pilastern ruhen. Der anschließende Chor ist überhöht und schmal und hat ein Schalengewölbe.
Die Ausmalung erfolgte in spätnazarenischer bzw. Beuroner Manier.
An der Apsis zwischen zwei Rundbogenfenstern steht der Hauptaltar. Davor befindet sich der Volksaltar. Ostseitig befindet sich in der Kirche eine überdachte Kanzel.
Koordinaten: 47° 2′ 34,7″ N, 16° 21′ 33,2″ O