Film- und Videoeditor

Der Film- und Videoeditor ist in Deutschland seit 1996 ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz.

Ausbildungsdauer und Struktur

Die Ausbildungsdauer zum Film- und Videoeditor beträgt in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule Es handelt sich um einen Monoberuf ohne Binnendifferenzierungen.

Arbeitsgebiete

Film- und Videoeditoren finden ihren Arbeitsplatz in öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Privatsendern oder Unternehmen, die Produktions- und Nachbearbeitung von Filmmaterial anbieten. Dort bereiten sie Bild- und Tonmontagen vor, führen sie nach gestalterischen und dramaturgischen Gesichtspunkten aus und fertigen Bildeffekte an. Grundlage der Arbeit sind Drehbücher, Exposés, Storyboards und Treatments. Sie bedienen Mischpulte zum Bildschnitt, synchronisieren Sprache, Geräusche und Musik in Film- und Tondokumenten und bearbeiten Tonmischungen. Weiterhin prüfen und archivieren sie Bild- und Tonmaterial. Ihre Arbeit führen sie dabei in enger Abstimmung mit Regie und Produktion aus. Die Tätigkeit ist von hoher Termintreue geprägt.

Entwicklung

Die Vertragszahlen in diesem Ausbildungsberuf sind rückläufig. Wurden 2008 noch 48 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, so waren es 2009 nur noch 36 Verträge und 2010 lediglich 33 Ausbildungsverträge. Seit August 2020 wurde der Ausbildungsberuf mit dem Mediengestalter Bild und Ton zusammengeführt.

Berufsschule

Zurzeit existieren in Deutschland drei länderübergreifende Berufsschulen:

Einzelnachweise

  1. ↑ Verordnung über die Berufsausbildung zum Film- und Videoeditor/zur Film- und Videoeditorin (außer Kraft), seit 1. August 2020 gilt die Bild- und Ton-Mediengestalter-Ausbildungsverordnung vom 28. Februar 2020
  2. ↑ Schulischer Rahmenlehrplan zum Film- und Videoeditor auf kmk.org, (PDF, 668 kB), abgerufen am 23. Mai 2012.
  3. ↑ BiBB-Datenblatt zum Film- und Videoeditor. (PDF) In: bibb-service.de. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Mai 2012. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  4. ↑ Süddeutsche Zeitung: Ausbildung in der Medienproduktion neu geordnet. Abgerufen am 9. November 2020.
  5. ↑ kmk.org: Liste der anerkannten Ausbildungsberufe, für welche länderübergreifende Fachklassen eingerichtet werden (Memento vom 7. September 2011 im Internet Archive; PDF; 552 KB)

Literatur