Kopfhaut-Ohr-Mamillen-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
Q87.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungssyndrome, anderenorts nicht klassifiziert
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Kopfhaut-Ohr-Mamillen-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung bestehend aus einer Kombination von haarlosen Stellen auf der Kopfhaut, abstehende Ohren mit fast völlig fehlenden Ohrmuscheln, beidseits fehlende Brustdrüsenanlage.

Synonyme sind: Finlay-Syndrom; Finlay-Markes-Syndrom, englisch Scalp-ear-nipple-Syndrome; SEN

Die Namen beziehen sich auf die Autoren der Erstveröffentlichung von 1978 durch A. Y. Finlay und R. Marks.

Vorkommen

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bisher wurden 30 Fälle beschrieben. Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant.

Ursache

Der Erkrankung liegen ursächlich Mutationen im KCTD1-Gen auf Chromosom 18 am Genort q11.2 zugrunde.

Klinische Erscheinungen

Diagnostische Kriterien sind:

Zusätzlich können Fehlbildungen der Nieren und Harnwege sowie eine Katarakt auftreten.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Eintrag zu Kopfhaut-Ohr-Mamillen-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  2. ↑ A. Y. Finlay, R. Marks: An hereditary syndrome of lumpy scalp, odd ears and rudimentary nipples. In: The British journal of dermatology. Bd. 99, Nr. 4, Oktober 1978, S. 423–430, ISSN 0007-0963. PMID 708615.
  3. ↑ Scalp-ear-nipple syndrome. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)