Finsternheim

Finsternheim
Ortsgemeinde Bundenthal
Koordinaten: 49° 6′ N, 7° 49′ OKoordinaten: 49° 5′ 36″ N, 7° 48′ 37″ O
Höhe: 190 m ü. NHN
Eingemeindung: 1834
Postleitzahl: 76891
Vorwahl: 06394
Finsternheim (Rheinland-Pfalz)
Finsternheim (Rheinland-Pfalz)
Lage von Finsternheim in Rheinland-Pfalz
Friedhofstraße 2: Ehemalige Viehtränke und Waschbrunnen
Friedhofstraße 2: Ehemalige Viehtränke und Waschbrunnen

Finsternheim ist ein Ortsteil der Ortsgemeinde Bundenthal im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Bis 1834 war er eine selbständige Gemeinde.

Lage

Finsternheim liegt im Wasgau im Südwesten des Siedlungsgebiets der Gemeinde Bundenthal am Ufer der sich vorbeischlängelnden Wieslauter. In diesem Bereich befindet sich die Finsternheimer Straße. Eine räumliche Trennung zwischen Finsternheim und dem Kernort Bundenthal existiert nicht. Unmittelbar nördlich – ohne räumliche Trennung – schließt sich außerdem die bereits zu Rumbach gehörende Falkenmühle an.

Geschichte

Der Ort wurde 1348 erstmals als „winsternheymer mark“ erwähnt. Er gehörte als Teil eines Mundats zum Kloster Weißenburg, ab 1524 zum Hochstift Speyer und war den Fürstbischöfen von Speyer untertan. Zeitweise gehörte es anteilig ebenso zu Pfalz-Zweibrücken. Zwischen beiden Landesherrschaftsbereichen kam es oft zu Streitigkeiten. Ab 1755 gehörte das Dorf zur Pfarrei von Bundenthal.

Bis 1797 gehörte Finsternheim zur Vogtei Schlettenbach. Im selben Jahr wurde der Ort durch ein französisches Dekret der benachbarten Mairie Bundenthal angeschlossen.

Von 1798 bis 1814 war der Ort Teil der Ersten Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Ersten Französischen Kaiserreichs. 1834 wurde er nach Bundenthal eingemeindet. Von 1969 bis 1989 war er zusammen mit Bundenthal und Bruchweiler-Bärenbach Bestandteil der Ortsgemeinde Wieslautern. Inzwischen wird Finsternheim nicht mehr als eigenständige Siedlung wahrgenommen.

2024 gab es zwei Erdrutsche im Einzugsgebiet des Ortes, weshalb dort eine Hangsicherung installiert wurde.

Verkehr und Infrastruktur

Das Siedlungsgebiet von Finsternheim besteht aus der Finsternheimer Straße, der Friedhofstraße und der Wegelnburgstraße. Am südöstlichen Rand befindet sich der Bundenthaler Friedhof. Zwei Fachwerkhäuser in der Friedhofstraße stehen unter Denkmalschutz.

An der Einmündung der Friedhofstraße in die Finsternheimer Straße steht ein gusseiserner, im Laufe der Zeit teilweise mit Sandstein verkleideter Brunnen. Laut großer Inschrift auf der vorderen Gussplatte wurde er 1909 errichtet. Damals war er Viehtränke und Waschbrunnen, in dem die Frauen die Wäsche wuschen. Im Herbst 2023 sanierten ihn acht Männer aus der Gemeinde in Eigenleistung, dichteten ihn ab und erneuerten unter anderem die Leitungen.

Commons: Finsternheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königlich bayerischen Rheinkreises. 1836, S. 234 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Ernst Christmann: Die Siedlungsnamen der Pfalz. Speyer 1952. Seite 154, Online
  3. ↑ Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königlich bayerischen Rheinkreises. 1836, S. 486 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. ↑ Theodor Gümbel: Die Geschichte der Protestantischen Kirche der Pfalz. 1885, S. 486 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ St. Peter und Paul. In: archion.de. 20. Mai 2025, abgerufen am 20. Mai 2026.
  6. ↑ Finsternheim im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 14. Oktober 2025.
  7. ↑ Karl-Heinz Jung u. a.: Ortsgeschichte Bundenthal – Von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert. Hrsg.: Ortsgemeinde Bundenthal. Leimen 2022.
  8. ↑ Über Bundenthal. In: bundenthal-touristik.info. 20. Mai 2025, abgerufen am 20. Mai 2026.
  9. ↑ dahner-felsenland.net: Ortsgemeinde Bundenthal. Abgerufen am 1. Juni 2016.
  10. ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 184 (PDF; 2,8 MB; siehe Fußnote 13).
  11. ↑ Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. In: statistischebibliothek.de. 1. Januar 2026, abgerufen am 20. Mai 2026.
  12. ↑ Erdrutsche belasten die Gemeindekasse. In: rheinpfalz.de. 11. Juni 2024, abgerufen am 21. Mai 2026.
  13. ↑ Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südwestpfalz. Mainz 2026, S. 6 (PDF; 8,7 MB).
  14. ↑ Tolles Engagement: Bürger setzen alten Brunnen instand. In: .rheinpfalz.de. 8. Oktober 2023, abgerufen am 20. Mai 2026.