| Finsterspinnen | ||||||||||||
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Kellerspinne (Amaurobius ferox), Weibchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Amaurobiidae | ||||||||||||
| Thorell, 1870 |
Die Finsterspinnen (Amaurobiidae) sind eine zahlenmäßig vergleichsweise kleine Familie innerhalb der Ordnung der Webspinnen. Die Familie ist nahezu weltweit verbreitet und ihre Arten bewohnen unterschiedliche Habitate (Lebensräume), bevorzugen dabei aber deutlich dunkle und feuchte Areale. Einzelne Arten sind synanthrop und deshalb auch in menschlichen Siedlungsbereichen häufig anzutreffen. Bei Finsterspinnen handelt es sich um kleine bis große, meist jedoch mittelgroße Spinnen mit kräftigem Körperbau und überwiegend dunkler Körperfärbung sowie verschieden asugeprägter, meist jedoch eher schwacher Musterung.
Finsterspinnen sind nachtaktiv und netzbauend und allgemein verborgen lebend. Mithilfe ihrer Trichternetze erbeuten sie andere Gliederfüßer. Der Lebenszyklus und vor allem das Fortpflanzungsverhalten sind bei einzelnen Arten der Familie gut erforscht. Einige Finsterspinnen wie die Echten Finsterspinnen (Amaurboius) betreiben aufopferungsvolle Brutpflege. Ein begattetes Weibchen bewacht seine Eikokons und dient seinen geschlüpften Nachwuchs als Mahlzeit. Die Jungtiere verstreuen sich und wachsen eigenständig heran.
Die Verbreitungsgebiete der Familie sind die wärmeren Klimata in Asien (v. a. China) Australien, Neuseeland, Ozeanien, Süd-, Mittel- und Nordamerika, Afrika, sowie Südeuropa, Osteuropa und Russland. In Mitteleuropa sind bislang 22 Arten nachgewiesen worden. Weltweit häufig sind außerdem die Arten der Gattungen Callobius, Pimus und Zanomys. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Amaurobius fenestralis und Amaurobius ferox wahrscheinlich die häufigsten Vertreter.
Der World Spider Catalog listet für die Finsterspinnen aktuell 49 Gattungen und 276 Arten. (Stand: 1. Juni 2019)