| Flachleibmotten | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Depressariinae | ||||||||||||
| Meyrick, 1883 |




Die Flachleibmotten (Depressariinae) sind eine Unterfamilie der Grasminiermotten (Elachistidae). Die Unterfamilie tritt weltweit, mit Ausnahme zahlreicher Inselgruppen auf, ihr Hauptverbreitungsgebiet sind die gemäßigten Breiten. Von ihr sind mehr als 600 Arten bekannt, in Europa ist sie mit 175 Arten und Unterarten vertreten, in Mitteleuropa sind es 85 Arten. Von manchen Autoren wird die Gruppe als eigenständige Familie innerhalb der Gelechioidea angesehen, andere stellen sie als Unterfamilie in die Familie der Faulholzmotten (Oecophoridae).
Die Maxillarpalpen sind in der Regel viergliedrig. Die Vorder- und Hinterflügel sind verhältnismäßig breit, der Körper der Falter ist flach gebaut, weswegen sie ihren deutschen, wie auch wissenschaftlichen Namen tragen. Auf den Hinterflügeln sind die Flügeladern Rs und M1 getrennt. Die Terga am Hinterleib haben normalerweise keine Dorne. Der Ovipositor der Weibchen ist nicht ausdehnbar.
Bei den Raupen befindet sich zwischen dem fünften und sechsten Punktauge (Ocellus) eine Lücke. Am ersten Thoraxsegment befinden sich normalerweise drei, selten zwei seitliche (laterale) Borsten, das erste Hinterleibssegment hat zwei oder drei subventrale Borsten und die erste subdorsale Borste am neunten Hinterleibssegment ist haarartig ausgebildet.
Die Imagines können sich durch ihren flachen Körperbau in schmalen Ritzen verstecken. Sie überwintern häufig in Strohdächern oder in Heuhaufen.
Die Raupen entwickeln sich normalerweise in zusammen gesponnenen Blättern, als Bohrer in Stängeln oder als Samen- oder Blütenfresser an Doldenblütlern (Apiaceae), Korbblütlern (Asteraceae), Birkengewächsen (Betulaceae), Haselnussgewächsen (Corylaceae), Hülsenfrüchtlern (Fabaceae), Buchengewächsen (Fagaceae), Malvengewächsen (Malvaceae), Rosengewächsen (Rosaceae), Rautengewächse (Rutaceae), Weidengewächsen (Salicaceae), Brennnesselgewächsen (Urticaceae) und sechs weiteren Familien der ehemaligen Zweikeimblättrigen und ernähren sich von lebendem Pflanzenmaterial. Seltener leben die Raupen als Minierer in Blättern.