Flatterventil

Ein Flatterventil ist ein Rückschlagventil, das ohne sonstigen äußeren Antrieb, nur aufgrund von Druckunterschieden auf den beiden Ventilseiten, in Durchlassrichtung öffnet und sich selbsttätig wieder schließt.

Aufbau

Ein Flatterventil besteht aus einem elastischen Stoff, dessen Eigenschaften gleichzeitig die Schließung des Ventils sicherstellen. Auch müssen die Werkstoffe so steif sein, dass die Ventilfunktion bei einem Druckunterschied gegen die Öffnungsrichtung sichergestellt wird. Flatterventile werden in der Regel aus Federstahl oder Kunststoff hergestellt.

Anwendungen

Flatterventile werden heute in membrangesteuerten Zweitaktmotoren und Pressluftatemgeräten verwendet. Auch bei einem hydraulischen Widder kann ein Flatterventil eingesetzt werden. Im Zweiten Weltkrieg ergab sich eine Verwendung bei dem Pulsstrahltriebwerk der V1.

Eine aktuelle Anwendung in der Luftfahrt findet sich bei dem Senkrechtstarter Hawker Siddeley Harrier, bei dem für die Steuerung bei geringen Fluggeschwindigkeiten Flatterventile verwendet werden, solange die aerodynamische Steuerung noch nicht wirkt. Die Ventile befinden sich in der Flugzeugnase, im Heck und an den Tragflächenenden.

Bei der Feuerwehr

Bei der Feuerwehr werden Flatterventile in Feuerlöschkreiselpumpen eingesetzt. Ihre Beschaffenheit ist in der DIN 14381 beschrieben. Dort werden sie als „Niederschraubventil (selbstschließend)“ bezeichnet.
Sie bestehen dann aus:

Funktionsweise:

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Hugh Merewether: Anatomy of a Jump-jet, in Aeroplane Monthly, November 2002, S. 70
  2. ↑ Staatliche Feuerwehrschule Würzburg: Feuerlöschkreiselpumpen und Entlüftungseinrichtungen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) (PDF), Stand: 2010, Seite 10