| Auf der Kehr | ||
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| Flatzer Wand | ||
| Höhe | 790 m ü. A. | |
| Lage | Niederösterreich, Österreich | |
| Gebirge | Gutensteiner Alpen | |
| Dominanz | 1,97 km → Dürrenberg | |
| Schartenhöhe | 70 m ↓ Kranzstetten | |
| Koordinaten | 47° 45′ 16″ N, 16° 1′ 1″ O | |
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| Besonderheiten | Naturpark/Landschaftsschutzgebiet; Flatzer Wand (⊙ Klettergebiet, Höhlen) | |
| Im Vordergrund die Ortschaft Flatz und rechts dahinter der Felsabsturz „Flatzer Wand“ des 790 m hohen Berges Auf der Kehr | ||
Die Flatzer Wand ist ein Felsabbruch des Berges Auf der Kehr (790 m ü. A.). Sie liegt bei Flatz (Gemeinde Ternitz) in Niederösterreich, im Naturpark Sierningtal-Flatzer Wand der Gutensteiner Alpen.
Flatzer Wand findet sich auch als Name für den ganzen Berg, dessen Gipfel der bewaldete Auf der Kehr ist, vereinzelt auch für das ganze Massiv, dessen höchster Gipfel der 898 m hohe Gösing ist.
Auf der Kehr ist ein flaches Waldplateau, das kaum Aussicht bietet. An seinem Südhang, direkt an der Ortschaft Flatz, erstreckt sich über etwa einen Kilometer ein stark zerklüfteter Wandabbruch, die Flatzer Wand, mit freien Wandhöhen bis etwa 100 Meter. Insgesamt ähnelt die Flatzer Wand der bekannten Hohen Wand.
Die Flatzer Wand ist altes Siedlungsgebiet. Im Langen Loch wurden Menschenknochen und Artefakte gefunden, die eine zumindest zeitweise Besiedlung seit der jüngeren Steinzeit annehmen lassen. Entlang des Südhanges unterhalb der Flatzer Wand befand sich in der späten Bronzezeit (rund 1000 vor unserer Zeitrechnung) eine kleine Bergbausiedlung. Auf künstlichen Siedlungsterrassen standen mehrere Häuser, deren Reste im Zuge des Ausbaus des Forststraßennetzes am Ende des 20. Jahrhunderts gefunden wurden. Am gegenüberliegenden Hang des Gösings wurde Kupfererz verhüttet.
Am Westrand der Wand liegt das Neunkirchner Naturfreundehaus, das nur an Wochenenden, dafür aber ganzjährig bewirtschaftet ist. Wandfuß wie auch Wandkante sind mit Wegen gut erschlossen, mit zahlreichen Zustiegen zu den Kletterrouten. Der Willi Gottwaldsteig führt abseits der Forststraßen, aber ohne Kletterabschnitte, hinauf zur Schutzhütte.
Die Flatzer Wand ist ein gut erschlossenes Klettergebiet mit einem Dutzend Klettersteigen in den Schwierigkeiten 0–D (schwierigster Steig ist der Steig E60 mit C/D) und über 100 Klettertouren bis etwa zum Schwierigkeitsgrad IX. Die bekanntesten versicherten Steige sind (von West nach Ost):
Auf die Flatzer Wand führt auch eine der „schönsten 'ganz leichten' Kletterrouten in den Voralpen“: der historische Doppelsteig im Schwierigkeitsgrad II.

Die Flatzer Wand ist reich an Höhlen.
Klettern:
Höhlenkunde: