(Marcus?) Flavius Aper war ein römischer Senator der trajanischen Zeit, der im Jahr 103 n. Chr. zusammen mit Gaius Trebonius Proculus Mettius Modestus Suffektkonsul war.
Er ist wahrscheinlich mit einem Fabius Aper einer Senatssitzung des Jahres 105 zu identifizieren, über die der jüngere Plinius in einem Brief berichtet. Im Zentrum stand der Anwalt Tusculius Nominatus. Er hatte Geld von den Vicetinern angenommen, um sie vor dem Senat zu vertreten, die Sache dann aber im Stich gelassen. Der designierte Konsul Gnaeus Afranius Dexter plädierte für Milde: Nominatus solle freigesprochen werden, müsse das Geld jedoch zurückzahlen. Fabius Aper war der einzige Senator, der sich dagegen aussprach. Er forderte, Nominatus für fünf Jahre jegliche Advokatentätigkeit zu verbieten. Trotz völliger Isolation hielt er unbeirrt an seiner Meinung fest. Er ging sogar so weit, dass er Dexter zwang, unter Berufung auf das Senatsgesetz einen Eid zu leisten, dass seine milde Entscheidung tatsächlich dem Staatswohl diene.
Er war möglicherweise der Sohn des berühmten Redners Marcus Aper, der in Tacitus’ Dialogus de oratoribus als Hauptsprecher auftritt und wohl der Vater des Marcus Flavius Aper, Konsul des Jahres 130.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Flavius Aper |
| KURZBESCHREIBUNG | römischer Politiker und Konsul 103 |
| GEBURTSDATUM | 1. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 2. Jahrhundert |