Flavius Koczi (* 26. August 1987 in Reșița) ist ein ehemaliger rumänischer Kunstturner. Er gewann bei Weltmeisterschaften eine Silbermedaille und bei Europameisterschaften dreimal Gold sowie jeweils viermal Silber und Bronze.
Der 1,62 Meter große Flavius Koczi turnte für Dinamo Bukarest.
Bei den Europameisterschaften 2006 in Volos gewann die rumänische Riege mit Marian Drăgulescu, Alin Jivan, Flavius Koczi, Daniel Popescu und Răzvan Șelariu die Silbermedaille hinter den Russen und vor den Belarussen. Am Seitpferd gewann Koczi den Titel mit fast 0,475 Punkten Vorsprung vor dem Deutschen Eugen Spiridonov. Bei den Weltmeisterschaften in Aarhus wurde die Rumänen in der Mannschaftswertung Vierte hinter Chinesen, Russen und Japanern. Im Gerätefinale am Seitpferd belegte Koczi den sechsten Platz. Im Jahr darauf bei den Europameisterschaften 2007 in Amsterdam erturnte Koczi die Bronzemedaille am Seitpferd hinter dem Ungarn Krisztián Berki und dem Briten Daniel Keatings. Bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart belegte die rumänische Riege den achten Rang. Im Einzelmehrkampf erreichte Koczi den siebten Platz. In seinem einzigen Gerätefinale wurde er Siebter im Sprung. 2008 gewann er bei den Europameisterschaften in Lausanne erkämpfte die rumänische Riege mit Daniel Popescu, Flavius Koczi, Răzvan Șelariu, Cosmin Malița und Robert Stănescu die Bronzemedaille hinter den Russen und den Deutschen. Im August bei den Olympischen Spielen in Peking belegte die Rumänen den siebten Platz im Mannschaftswettbewerb in der Besetzung Adrian Bucur, Marian Drăgulescu, Flavius Koczi, Daniel Popescu, Răzvan Șelariu und Robert Stănescu. Koczi erreichte als einziger Rumäne das Mehrkampffinale und belegte den 18. Platz. Im Sprungfinale wurde Koczi Siebter.
Bei den Europameisterschaften 2009 in Mailand gewann Koczi die Silbermedaille im Sprung hinter dem Franzosen Thomas Bouhail. Im Juli bei der Universiade in Belgrad gewann Koczi den Sprung. Am Barren erkämpfte er die Bronzemedaille. Im Oktober bei den Weltmeisterschaften in London wurde Koczi Sechster am Seitpferd. Im Sprung gewann Marian Drăgulescu vor Koczi. 2010 bei den Europameisterschaften in Birmingham siegte der Finne Tomi Tuuha im Sprung vor dem Deutschen Matthias Fahrig, Koczi ersprang die Bronzemedaille. Bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam wurde Koczi Sechster am Boden und Fünfter im Sprung.
Im April 2011 bei den Europameisterschaften in Berlin belegte Koczi im Mehrkampf den zweiten Platz hinter dem Deutschen Philipp Boy. Am Boden gewann Koczi den Titel vor dem Israeli Alexander Shatilov. Die Universiade in Shenzhen fand im August statt. Koczi gewann Gold am Boden und im Sprung sowie Bronze am Seitpferd und mit der Mannschaft. Im Oktober bei den Weltmeisterschaften in Tokio erreichte die rumänische Riege den achten Platz. Im Mehrkampf erturnte Koczi den 12. Platz. Im Bodenfinale belegte er den sechsten Rang.
2012 bei den Europameisterschaften in Montpellier erkämpften Cristian Bățagă, Marius Berbecar, Ovidiu Buidoso, Vlad Cotuna und Flavius Koczi die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung hinter den Briten und den Russen. Koczi gewann außerdem den Titel im Sprung vor dem Ukrainer Ihor Radiwilow. Zwei Monate später bei den Olympischen Spielen in London erreichte Koczi weder mit der Mannschaft noch im Mehrkampf das Finale. Aber er turnte in zwei Einzelfinals und belegte sowohl am Boden als auch im Sprung den siebten Platz. Seine letzte internationale Medaille gewann Koczi 2013 bei den Europameisterschaften in Moskau. Hinter dem Russen Denis Abljasin wurde Koczi noch einmal Zweiter im Sprung.
Flavius Koczi heiratete die Turnerin Alexandra Eremia.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Koczi, Flavius |
| KURZBESCHREIBUNG | rumänischer Kunstturner |
| GEBURTSDATUM | 26. August 1987 |
| GEBURTSORT | Reșița |