
Florian Hartleb (* 1979 in Passau) ist ein deutscher Politikwissenschaftler.
Florian Hartleb legte 1998 am Maristengymnasium Fürstenzell sein Abitur ab, danach leistete er Grundwehrdienst bei der Bundeswehr in Külsheim und Pocking. Nach einem Auslandsaufenthalt an der Eastern Illinois University in Charleston studierte er von 1999 bis 2003 an der Universität Passau Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft sowie Psychologie und war Stipendiat der journalistischen Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er erhielt ein Promotionsstipendium der Hanns-Seidel-Stiftung und wurde 2004 beim Extremismusforscher Eckhard Jesse zum Thema Rechts- und Linkspopulismus summa cum laude zum Dr. phil. promoviert.
Im Anschluss arbeitete Hartleb als Pressereferent im Deutschen Bundestag, als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Chemnitz und als Schulbuchautor für gymnasiale Sozialkunde. 2010 wurde er zum Professor für Politikmanagement an der Internationalen Hochschule für Exekutives Management in Berlin berufen, im Wintersemester desselben Jahres war er zudem Vertretungsprofessor für das Lehrgebiet Politische Kommunikation und Politisches Management an der Business School Potsdam. 2011/12 war er des Weiteren Research Fellow beim Centre for European Studies in Brüssel.
2012/13 lehrte Hartleb am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Hochschule für Politik München. 2013/14 und erneut ab 2016 unterrichtete er an der Katholischen Universität Eichstätt sowie ab Wintersemester 2023/24 an der Universität Passau. Darüber hinaus war er für die Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft ab 2012 Sprecher des Arbeitskreises „Vergleichende Diktatur- und Extremismusforschung“, dessen Mitglied er weiterhin ist. Bis 2013 war er als Koordinator für Politikanalysen und Parteienforschung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin tätig.
2014/15 lebte er als Politikberater in der estnischen Hauptstadt Tallinn. 2015/16 arbeitete er in Berlin als persönlicher Berichterstatter für Wolfgang Reinhart und Manager Public Affairs beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft. Von 2016 bis 2023 lebte Florian Hartleb als Politikberater zu den Themen Flüchtlinge und Digitalisierung (u. a. für die Bertelsmann-Stiftung) wieder in Tallinn.
Im Rahmen seiner Forschungsschwerpunkte – Populismus, Parteien, Rechtsextremismus, Linksextremismus und politische Führung sowie Digitalisierung – tritt Florian Hartleb immer wieder in überregionalen Medien auf, so in den Fernsehsendern Phoenix, ARD (Magazin Plusminus und Fakt) und ZDF. Er schreibt regelmäßig Kommentare zu aktuellen politischen Themen, etwa in der Wiener Zeitung oder in der Zeit und gibt Interviews, etwa auf Spiegel online, Pragmaticus oder Welt online. Für die Stadt München war er 2017 als einer der Gutachter zur Aufarbeitung des OEZ-Anschlags vom 22. Juli 2016 tätig. Im Mai 2018 entdeckte er in US-Medien bis dahin unbekannte Kontakte des Täters zu einem US-Attentäter. Von Oktober 2020 bis März 2022 war er als externer Sachverständiger Mitglied der vom niedersächsischen Landtag eingesetzten Enquetekommission „Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern“. Im November 2021 ist Hartleb in den Beirat des Deutschen Feuerwehrverbandes berufen worden. Seit Dezember 2021 ist er ehrenamtlicher Affiliated Researcher beim Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies (ACIPSS), ein international anerkanntes, gemeinnütziges Forschungszentrum in Graz. Von 1. August 2023 an war er als Forschungsdirektor beim Europäischen Forschungsinstitut für Terrorismusbekämpfung und Konfliktprävention (EICTP) in Wien tätig, ab 1. September 2025 ist er zum Professur für internationale Beziehungen an der Modul Universität in Wien berufen worden.
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| NAME | Hartleb, Florian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politikwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 1979 |
| GEBURTSORT | Passau |