| Flower-Weißzahnspitzmaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Crocidura floweri | ||||||||||||
| Dollman, 1915 |

Die Flower-Weißzahnspitzmaus (Crocidura floweri) ist ein hauptsächlich im Nildelta im nördlichen Ägypten verbreitetes Säugetier in der Gattung der Weißzahnspitzmäuse. Ähnliche morphologische Eigenschaften legen nahe, dass die Art eng mit der Arabien-Weißzahnspitzmaus und der Crosse-Weißzahnspitzmaus (Crocidura crossei) verwandt ist. Dies sollte durch genetische Studien bestätigt werden. Das Typusexemplar stammt aus dem Umfeld von Gizeh. Von diesem Tier gibt es Mumien aus dem Alten Ägypten.
Die Art ist nach Stanley Smyth Flower benannt, der Direktor des Zoos in Kairo war und der das Typusexemplar fand.
Dieser kleine Gattungsvertreter erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 57 bis 71 mm und eine Schwanzlänge von 55 bis 58 mm. Gewichtsangaben fehlen, die Hinterfüße sind 12 bis 13,5 mm lang und die Länge der Ohren liegt bei etwa 8 mm. Das Fell besteht aus Haaren, die an der Wurzel grau, in der Mitte braun und an den Spitzen weißlich sind. So ergibt sich oberseits eine zimtene Farbe, während die Unterseite im gleichen Farbton heller ist. Der Schwanz ist oberseits wie der Rücken gefärbt und unterseits herrschen weißliche Töne vor. Er ist mit Borsten bedeckt. Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen je drei einspitzige Zähne. Dabei sind die beiden äußeren etwa gleich groß und der erste leicht größer. Der zweite obere Molar ist recht breit.
Neben der Population im Nildelta wurden Exemplare an einem Wadi weiter südlich gefunden. Eine Suche an dazwischen liegenden Orten in den 1990er Jahren fand keine Exemplare, doch es ist nicht ausgeschlossen, dass es die Art dort gibt. Die Funde stammen von Ackerland und von Außenbereichen von Siedlungen. Zur Nahrungswahl, zur Reviergröße und zur Fortpflanzung gibt es keine Angaben.
Der Bau des Assuan-Staudamms führte zu starken landschaftlichen Veränderungen entlang des Nils, was sich stark auf die Populationen vieler kleiner Säugetiere ausgewirkt hat. In welchem Maße die Flower-Weißzahnspitzmaus beeinträchtigt wurde, ist nicht ausreichend erforscht. Im Verbreitungsgebiet nahm die Anzahl von Hausratten zu, was vermutlich negative Auswirkungen auf diese Art hat. Der intensive Einsatz von Insektiziden in den 1960er und 1970er Jahren kann ebenfalls zu schlechteren Bedingungen für das Tier geführt haben. Sollten alle Bedrohungen eine drastische Bestandsminderung verursacht haben, wäre eine Klassifizierung als stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht angebracht. Jedoch sind nicht ausreichend Informationen vorhanden. Die IUCN listet die Flower-Weißzahnspitzmaus mit unzureichende Datenlage (data deficient). Im Jahr 1962 wurde angenommen, dass die Art ausgestorben ist. In den 1980er Jahren entdeckten Forscher Knochen dieses Tiers in Gewöllen von Eulen.