Die Folland FO.108 (auch Folland 43/37) war ein dreisitziges, einmotoriges Versuchsflugzeug zur Triebwerkserprobung des britischen Herstellers Folland Aircraft. Es konnten Triebwerke bis etwa 3000 PS (2200 kW) erprobt werden. Die Maschine in Tiefdeckerauslegung verfügte über ein starres Fahrwerk und ein konventionelles Leitwerk. Der freitragende Flügel war aus Holz gefertigt und mit Sperrholz beplankt. Der Rumpf war aus Leichtmetall in Halbschalenbauweise gefertigt. Es war die erste eigene Entwicklung der Firma Folland.
Henry Folland konstruierte diesen Versuchsträger gemäß der Spezifikation 43/37 des DTD/AM (Director of Technical Development / Air Ministry) unter der Vertrags-Nr. 953635/38 vom 5. Oktober 1938. Im Jahr 1940 wurden insgesamt zwölf Exemplare mit den RAF-Seriennummern P1774 bis P1785 gebaut. Um einen einfachen Triebwerkswechsel zu ermöglichen, befand sich vor dem Cockpit eine Adapterplatte, an der auch die benötigten Zusatzaggregate befestigt werden konnten. Für zwei Beobachter zur Erfassung der Triebwerksleistungswerte waren hinter dem Piloten Sitze vorgesehen. Mit den Maschinen wurden bis 1945 zahlreiche Testflüge unternommen. Zum Einbau kamen dabei Bristol Hercules, Bristol Centaurus, Napier Sabre und Rolls-Royce Griffon.
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Länge | 13,26 m |
| Höhe | 4,95 m |
| Spannweite | 17,68 m |
| Flügelfläche | 54,65 m² |
| Startmasse (typisch) | 6810 kg |
Die Flugleistungsdaten waren vom verwendeten Motor abhängig.
| Triebwerk | Höchstgeschwindigkeit | Reisegeschwindigkeit |
|---|---|---|
| Napier Sabre I | 428 km/h in 4755 m Höhe | 394 km/h in 1220 m Höhe |
| Bristol Hercules III | 407 km/h in 3355 m Höhe | 381 km/h in 4265 m Höhe |
| Bristol Centaurus IV | 470 km/h in 4570 m Höhe | 430 km/h in 3960 m Höhe |