
Forbidden Stories ist ein journalistisches Netzwerk, das Recherchen von bedrohten oder ermordeten Journalisten aufgreift und weiterführt.
Das Netzwerk wurde 2017 von dem Dokumentarfilmer Laurent Richard in Paris gegründet. Anlass war der Anschlag auf Charlie Hebdo im Jahr 2015, der ihm die Notwendigkeit der Zusammenarbeit unter Journalisten bei Verbrechen gegen die freie Pressearbeit vor Augen führte.
Das Netzwerk ist eine gemeinnützige Organisation, die über Stiftungen und Spenden finanziert wird. Es arbeitet mit anderen journalistischen Organisationen wie Reporter ohne Grenzen, OCCRP (Organized Crime and Corruption reporting Project) und der Freedom of the Press Foundation zusammen.
Sein zentrales Anliegen formuliert das Netzwerk auf seiner Webseite als:
We can send a powerful signal to enemies of the free press: even if you succeed in stopping a single messenger, you will not stop the message. What is the point of killing a journalist if 10, 20 or 30 others are waiting in the wings to carry on their work? Collaboration is the best form of protection.
Journalisten können über die Webseite des Netzwerks Informationen, Daten und Dokumente zu ihren Projekten übermitteln und diese so sichern. Das Netzwerk fördert und organisiert die Kooperation mit anderen Journalisten. Wenn die Arbeit an den Projekten wegen Bedrohung, Inhaftierung oder gar Tod des Reporters nicht mehr möglich ist, strebt das Netzwerk an, das Projekt fortzuführen. Es arbeitet hierbei mit Medien auf lokaler und internationaler Ebene zusammen.
Journalistische Kooperation erfolgt mit vielen Medien weltweit. Als Beispiel seien Kooperationspartner des Kartell-Projektes (siehe unten) angeführt.