







Formentauben sind Rassetauben, die nach bestimmten Körperformen, den Gestalttypen, gezüchtet werden. Die Tiere dieser Rassengruppe haben eine hohe Körpermasse, die bei erwachsenen Tieren meist mehr als sechshundert Gramm beträgt. Sie eignen sich daher häufig als Wirtschaftstauben. Speziell für die Nutztaubenzucht herausgezüchtete Rassen werden auch Fleischtauben oder Positurtauben genannt. Die Mehrzahl der Rassen dieser Gruppe entstand in Deutschland, den USA, Frankreich oder Italien. Größtenteils sind Formentauben glattfüßig und ohne Kopfschmuck. Es gibt aber auch belatschte Rassen (d. h. mit befiederten Füßen) und Rassen mit Haube. Das Interesse der Rassetaubenzüchter gilt vorrangig ihrer spezifischen Körperform, der Gefiederzeichnung und ihrem infolge der Körpergröße ruhigen Temperament.
Riesentauben und Schautauben sind abgrenzbare Untergruppen der Formentauben.
Die eigentlichen Formentauben sind etwas größer als Farbentauben, aber kleiner als Riesentauben, besitzen eine typische Taubenform und können das Körpergewicht der Riesentauben erreichen oder überschreiten. Unter ihnen gibt es kurze und breite Rassen, wie Strasser, Mondain und Luchstaube, aber auch lange Rassen, wie Lahore, Coburger Lerche, Cauchois und Carneau.
Auch Segler und Wammentauben werden zu den Formentauben gezählt, obwohl mit ihnen Flugsport betrieben wird.
Die durch die Europäische Standard Kommission für Tauben (ESKT) des Europäischen Verbandes für Geflügel-, Tauben-, Vogel-, Kaninchen- und Caviazucht (EE) wurden dreiundsechzig Rassen in der Gruppe der Formentauben bestätigt: