Formikonisches Wort (aus Form und ikonisch) bezeichnet einen Typ von Wortbildung, der durch die Form eines Buchstabens oder sonstigen graphischen Zeichens die Bedeutung des betreffenden Wortes veranschaulicht. Er ist das graphische Pendant zu den lautmalerischen Wörtern (Onomatopoetika), die man entsprechend als lautikonisch verstehen kann.
Beispiele solcher Wörter, die oft Determinativkomposita sind und bei denen eine Konstituente ein Buchstabe ist:
Diese Beispiele dürfen nicht mit partiellen Kurzwörtern wie U-Boot oder U-Bahn verwechselt werden. Das Graphem „U“ dient in diesen Fällen nur der Abkürzung des ersten Wortteils, hat aber keine abbildende Funktion.
Brekle (1981) nennt Beispiele aus etlichen Sprachen, so dass klar ist, dass es sich um ein in vielen Sprachen verbreitetes Muster handelt.
Die folgenden Beispiele entsprechen nicht der Definition, da nicht die Buchstaben selbst in die Wortkonstruktion eingehen, sondern mittels der Bezeichnungen der Buchstaben an ihre Form erinnert wird:
Auch in diesen Fällen ist die Form der als Wort genannten Buchstaben die Brücke zum Verständnis des Gemeinten.