
Das ehemalige Forsthaus Kohlenbach im Garßener Holz in der niedersächsischen Stadt Bergen, Ortsteil Eversen-Kohlenbach, im Landkreis Celle, wurde Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2026) wird es auch als Wohnhaus genutzt.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Bergen (Landkreis Celle)).
Mitten in dem großen Waldgebiet Garßener Holz am südöstlichsten Zipfel der Gemeinde Bergen liegt das ehemalige Forsthaus Kohlenbach. Als der Weg noch die Celler Heerstraße war, diente das Gehöft als Ausspannstation für Kutschen.

Am Ende des 18. Jahrhunderts, durch neue Verkehrsverbindungen und den Bau der Eisenbahn bedingt, verlor dieser Weg als Handelsstraße an Bedeutung und die Gastwirtschaft musste aufgegeben werden. In einer topographischen Karte von 1777 wird erstmals das Försterhaus zu dem Colenbach erwähnt. Seit dieser Zeit war Kohlenbach Sitz des Revierförsters und Teil der königlichen Oberförsterei Miele. Eine von alten Bäumen gesäumte Zufahrt führt auf das Dielentor des Haupthauses zu.
Das eingeschossige, giebelständige Gebäude als Vierständer-Hallenhaus auf Backsteinsockel, in Fachwerk mit Steinausfachungen, mit Krüppelwalmdach, Schleppgauben, Ladeluke und der Grooten Door mit Korbbogen, wurde 1753 (Inschrift) gebaut. Der Giebel des Wohnteils wurde verschalt und das Haus später (wohl nach 1950) zu einem Wohnhaus umgebaut.
Die Zufahrt ermöglicht ein ungepflasterter und von alten Bäumen gesäumter Feldweg zum Forsthaus (Heidschnuckenweg als Teil des Europäischen Fernwanderwegs E1). Er ist teils eine zweireihige Allee und im Bereich des Forsthauses denkmalgeschützt.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… regionaltypischer Vierständer-Fachwerkbau ….“
Koordinaten: 52° 43′ 55,6″ N, 10° 7′ 7″ O