
Frances Emily Olga Magnus (* 25. März 1882 in Glauchau; † 9. April 1969 in München; Geburtsname: Freiin Frances von Hausen) war eine deutsche Politikerin, Autorin und Herausgeberin. Sie vertrat von Mai bis Dezember 1924 die Deutsche Volkspartei (DVP) im Reichstag.
Freiin von Hausen war die Tochter von Bernhard von Hausen (* 4. September 1835; † 31. Dezember 1893) und dessen Ehefrau Annie Alexandra Hill (* 22. November 1848; † 14. April 1916).
Sie erhielt Privatunterricht, danach besuchte sie die Töchterschule in Dresden und das Luisenstift in Niederlößnitz. 1909 bestand sie das Abitur und begann ein Studium in Freiburg, Bonn und Paris. Sie promovierte 1914 zum Dr. phil. in den Fächern Geschichte und Staatslehre.
Im Ersten Weltkrieg war sie u. a. als Hilfsschwester tätig. Nach Kriegsende wurde sie politisch aktiv. Sie publizierte mehrere Schriften gegen den Frieden von Versailles, wurde Mitarbeiterin an der Publikation Deutscher Staat und deutsche Parteien, der 1922 erschienenen Festschrift für Friedrich Meinecke. In der Zeit von 1933 bis 1944 erschien sie außerdem neben Gertrud Bäumer als Mitherausgeberin der Zeitschrift Die Frau.
Bei der Reichstagswahl Mai 1924 wurde sie im Wahlkreis 12 (Thüringen) für die DVP in den deutschen Reichstag (zweite Wahlperiode) gewählt. Sie vertrat die Partei dort nur wenige Monate bis zur vorzeitigen Auflösung und Neuwahl des Reichstags im Dezember 1924. Danach zog sie sich wieder in das Privatleben zurück.
Sie heiratete am 23. März 1914 in Freiburg im Breisgau den Chirurgen Georg Magnus (1883–1942). Nach ihrer Heirat lebte das Paar in Jena. Sie hatten drei Kinder: Maria, Kunsthistorikerin (geb. 1917), Peter, Chirurg (geb. 1921), sowie Dietrich, Allgemeinarzt (geb. 1925).
| Personendaten | |
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| NAME | Magnus, Frances |
| ALTERNATIVNAMEN | Hausen, Frances Emily Olga von (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (DVP), Autorin und Herausgeberin, MdR |
| GEBURTSDATUM | 25. März 1882 |
| GEBURTSORT | Glauchau |
| STERBEDATUM | 9. April 1969 |
| STERBEORT | München |