Frank Hocker

Frank Hocker (* 13. Februar 1956 in Bischofswerda; † 12. Oktober 2023) war ein deutscher Gitarrist und Sänger. Er wurde vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Gerd Köster bekannt.

Karriere

Hocker stieg 1981 als zweiter Gitarrist neben Gert Beracz bei der Kölner Band Schroeder Roadshow ein und war bei der Tournee dabei, die auf der 1982 erschienenen Live-LP Deutschland, Deutschland dokumentiert wurde. Hocker blieb bis zur Auflösung der Schroeder Roadshow Mitte der 1980er Jahre bei der Band.

Nach der Schroeder-Zeit hatte Sänger Gerd Köster als Spaßprojekt mit The Piano Has Been Drinking Lieder von Tom Waits auf Kölsch interpretiert. Aus dem Spaßprojekt wurde eine Band, und Hocker war bis zum Ende 1993 als Gitarrist dabei. Danach begleitete er Köster bei dessen Soloalben Mitte der 1990er Jahre; ab 1996 wurde Hocker auf den gemeinsamen Platten auch auf dem Cover genannt. 2011 traten Köster und Hocker zusammen mit Helmut Krumminga auf. 1986 trat Hocker unentgeltlich beim Anti-WAAhnsinns-Festival gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf auf.

Neben seiner Zusammenarbeit mit Köster war er auch bei anderen Projekten in und um Köln beteiligt. So begleitete er Wolfgang Niedecken 1987 bei den Konzerten mit den Complizen nach Niedeckens erstem Soloalbum Schlagzeiten. 1992 nahm Hocker mit The Piano has been Drinking am Konzert der Initiative Arsch huh, Zäng ussenander teil; beim Jubiläumskonzert zehn Jahre danach traten Köster und Hocker als Duo auf, und 2012 beteiligten sich Köster, Hocker und Krumminga als Trio.

Frank Hocker starb im Oktober 2023 im Alter von 67 Jahren und wurde auf dem Nordfriedhof in Köln beigesetzt.

Diskographie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Fremde Feddere (Köster / Hocker)
 DE8717.05.2019(1 Wo.)

Die jeilen Träumer:

Schroeder Roadshow:

The Piano Has Been Drinking:

Gerd Köster:

Köster und Hocker:

Radio

Literatur

Commons: Frank Hocker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Wolfgang Niedecken mit Oliver Kobold: Für ’ne Moment. Autobiographie. Hoffmann & Campe, Hamburg 2011, ISBN 978-3-455-30699-6, S. 310 ff.
  2. ↑ Wegbegleiter von Gerd Köster: Frank Hocker ist tot – Trauer in Kölner Musikszene. In: ksta.de. DuMont Mediengruppe, 13. Oktober 2023, abgerufen am 15. Oktober 2023.
  3. ↑ Köster / Hocker in den deutschen Charts
  4. ↑ Archivlink (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
Personendaten
NAME Hocker, Frank
KURZBESCHREIBUNG deutscher Musiker
GEBURTSDATUM 13. Februar 1956
GEBURTSORT Bischofswerda, Bezirk Dresden, Deutsche Demokratische Republik
STERBEDATUM 12. Oktober 2023