Frank Lisson (* 15. Juli 1970 in Lübeck) ist ein deutscher Autor, der der Neuen Rechten zugeordnet wird.
Lisson studierte zunächst zwei Semester Architektur, dann Germanistik, Geschichte und Philosophie in Würzburg und München und schloss 1998 mit dem Magister artium ab. Von 1996 bis 1998 schrieb Lisson zahlreiche Gastbeiträge für den Kulturteil der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit. Danach war er freier Mitarbeiter für Zeitungen und Fernsehen (SAT.1 München). Zwischen 1999 und 2005 wurden mehrere Features und ein Hörspiel von ihm im Deutschlandfunk/Deutschlandradio Kultur gesendet. Im Jahr 2013 promovierte Lisson in Mittlerer und Neuerer Geschichte an der Universität Passau bei Hans-Christof Kraus mit einer Arbeit über das Griechen-Bild in der deutschen Altertumswissenschaft. Vor akademischen Vereinigungen und verschiedenen Studentenverbindungen hielt er Vorträge u. a. über Friedrich Nietzsche und Oswald Spengler. Er veröffentlichte mehrere Artikel in eigentümlich frei, der Weltwoche, in der neurechten Zeitschrift Sezession, hielt mehrere Vorträge für das Institut für Staatspolitik (IfS) und publizierte mehrere Bücher in der Edition Antaios.
Laut Volker Weiß zählt Lisson zu den wenigen Protagonisten der neurechten Szene, die eine Außenwirkung zu entfalten vermochten. So publizierte er eine Nietzsche-Monographie bei dtv. Armin Pfahl-Traughber bezeichnet Lisson als einen „promovierten Historiker, der sich im Kontext der Neuen Rechten als Philosoph gibt“. Der 2023 veröffentlichten Schrift Im Tal der scheuen Wölfe, die Pfahl-Traughber bespricht, fehle es „an einer entwickelten Struktur“, dafür seien eingestreute „politische Botschaften“ umso auffälliger, zum Beispiel: „Offene Diktaturen schärfen die Gedanken, den Blick auf die Dinge ..., Demokratien dagegen lullen ein, bestechen durch Komfort und ‚gleiche Rechte‘“.
| Personendaten | |
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| NAME | Lisson, Frank |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1970 |
| GEBURTSORT | Lübeck |