Franz Anton Lubojatzky, auch unter Pseudonym Franz Carion oder Nikanor I., (* 16. Dezember 1807 in Dresden; † 17. Juni 1887 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller von überwiegend historischen Romanen meist zur sächsischen Geschichte.
Lubojatzky erlernte das Juwelierhandwerk und betätigte sich als Schauspieler bei Wandertheatern. Erfüllung fand er jedoch erst im Schreiben von meist historischen Romanen, die er überwiegend im Jahrestakt ab 1840 in großer Zahl vorlegte. Ab 1845 arbeitete er nur noch als freier Schriftsteller in seiner Heimatstadt Dresden. Dabei ging er teilweise sehr frei mit den historisch verbürgten Sachverhalten um, sodass er bereits kurz nach seinem Tod schnell in Vergessenheit geriet. Typisch für ihn sind auch einige historische Romane der Gegenwart, in denen er sich Themen der damaligen Zeitgeschichte widmete. Daneben schrieb er auch einige unbedeutende Theaterstücke und veröffentlichte in mehreren Zeitungen Geschichten und Novellen.
Bleibende Bekanntheit erlangte er im Königreich Sachsen vor allem durch das reich illustrierte zweibändige Werk Das goldne Buch vom Vaterlande, das 1859/60 in Löbau erschien.
Sein 1867 erschienener Roman Der alte Dessau war für Karl May eine Grundlage für dessen Dessauer Humoresken.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lubojatzky, Franz |
| ALTERNATIVNAMEN | Lubojatzky, Franz Anton (vollständiger Name); Carion, Franz (Pseudonym); Nikanor I. (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 16. Dezember 1807 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | 17. Juni 1887 |
| STERBEORT | Dresden |