Franz Drexl

Franz Xaver Drexl (lateinisch Franciscus Drexl; * 25. November 1885 in Gammelsdorf; † 19. Februar 1951 in Edenkoben) war ein deutscher Byzantinist und Gymnasiallehrer.

Familie

Franz Drexl war das zweitgeborene von insgesamt elf Kindern des Lehrers Eduard Drexl (1856–1930) und dessen Ehefrau Franziska, geborene Schneider (1863–1945), wobei sein im Dezember 1884 geborener älterer Bruder Eduard schon nach 16 Tagen verstorben war. Seine Brüder Urban (1887–1972), Eduard (1888–1965) und Andreas (1890–1976) wurden ebenfalls Lehrer. Urban Drexl veröffentlichte zwei Lehrbücher. In erster Ehe war er mit Hedwig Gschwendner (1890–1944) verheiratet. Aus der Ehe gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er am 3. Oktober 1944 in Garmisch-Partenkirchen in zweiter Ehe die Apothekerstochter und Bibliothekarin Agnes Seiter (1901–1951). Er verstarb im Alter von nur 65 Jahren nach langer Lungen- und Herzkrankheit.

Leben und Werk

Franz Drexl besuchte die Volksschule in Kammerberg, die Lateinschule im Kloster Scheyern und das humanistische Gymnasium in Freising. Er studierte Klassische sowie mittel- und neugriechische Philologie an der Universität München. Mit der Dissertation Achmets Traumbuch. Einleitung und Probe eines kritischen Textes (Oneirocriticon Achmetis) wurde er 1909 bei Karl Krumbacher promoviert. Anschließend legte er die Staatsprüfung für das höhere Lehramt ab und praktizierte 1909/10 am Alten Gymnasium in Regensburg. 1910/11 war er Hauslehrer beim Baron von Frankenstein in Vilshofen, 1911/12 Präfekt am Studienheim St. Emmeram in Regensburg, von 1912 bis 1917 Reallehrer an der höheren Mädchenschule der Englischen Fräulein in Regensburg. Im Januar 1918 wurde er Gymnasiallehrer am Ludwigsgymnasium in München, seit 1926 unterrichtete er am Wittelsbacher-Gymnasium in München, dessen Direktor er zum 1. Oktober 1948 wurde. Von 1923 bis 1933 hatte er daneben einen Lehrauftrag für griechische Stilübungen an der Universität München.

Auf dem Gebiet der Byzantinistik beschäftige er sich vor allem mit den griechischen Traumbüchern sowie dem Werk von Michael Psellos. Er publizierte zahlreiche Aufsätze und Rezensionen in Fachzeitschriften.

Vor allem in seiner Regensburger Zeit, wo ihm keine wissenschaftliche Bibliothek zur Verfügung stand, publizierte er von 1913 bis 1923 im Verlag Habbel zahlreiche Werke für den Schulunterricht und Jugendliche. Sein erstes Werk galt den Befreiungskriegen. In der Folge gab er u. a. Bände mit Werken von Richard Wagner, Emanuel Geibel, Jean Paul, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich von Schiller, Gottfried von Straßburg, Wilhelm Hauff und Clemens Brentano heraus.

1923 erhielt er den Zographospreis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1942 die silberne Medaille Bene merenti der Bayerischen Akademie und 1942 wurde er korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft für byzantinische Studien in Athen.

Schriften (Auswahl)

Wissenschaftliche Veröffentlichungen
Veröffentlichungen für die Schule

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Franz Xaver Drexl (Memento des Originals vom 27. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Stammbaum der Familie Ihrler.
Personendaten
NAME Drexl, Franz
ALTERNATIVNAMEN Drexl, Franz Xaver (vollständiger Name); Drexl, Franciscus (lateinisch)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Byzantinist und Gymnasiallehrer
GEBURTSDATUM 25. November 1885
GEBURTSORT Gammelsdorf
STERBEDATUM 19. Februar 1951
STERBEORT Edenkoben