Franz Groner

Franz Maria Groner (* 29. Juni 1913 in Köln-Sülz; † 21. September 1991 in Bonn) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe.

Leben

Franz Groner besuchte das Gymnasium in Brühl und machte dort 1931 das Abitur. Von 1931 bis 1935 studierte er Theologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und begann seine Ausbildung zum Priester im Collegium Leoninum. Von 1935 bis 1937 setzte er am Priesterseminar Bensberg seine Ausbildung fort. 1937 erfolgte durch Kardinal Karl Joseph Schulte die Priesterweihe.

Seine erste Priesterstelle trat Groner im gleichen Jahr als Kaplan in Wissen an und wurde dort auch Dekanatspräses der katholischen Arbeiterjugend und Präses des katholischen Arbeitervereins. 1940 wechselte der als Krankenhausseelsorger nach Köln-Lindenthal ans Hildegardiskrankenhaus. Anschließend ging er zur Promotion wieder an die Bonner Universität und unterstützte 1943 als Repetent am Collegium Leoninum die Unterbringung einer jüdischen Mutter eines Studienkollegen in dem Theologenkonvikt. Im Juni 1944 wurde er in Bonn zum Doctor theologiae promoviert.

Groner war von 1956 bis 1978 an der Bonner Katholisch-Theologischen Fakultät Professor für Christliche Gesellschaftslehre. Zudem war er von 1968 bis zu seinem Tod Mitherausgeber des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften.

Von 1950 bis 1978 war er Direktor der Zentralstelle für kirchliche Statistik des katholischen Deutschlands und damit Herausgeber des Kirchlichen Handbuchs für das katholische Deutschland.

Groner war von 1952 bis 1961 neben seinen übrigen Aufgaben Gründungspfarrer der Pfarrei St. Ursula in Kalscheuren. Dort veranlasste und prägte er den Bau der heute profanierten Kirche St. Ursula, den der Kölner Architekt und Pritzker-Preisträger Gottfried Böhm nach Vorentwürfen seines Vaters Dominikus Böhm baute.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Peter Brommer: Das Bistum Trier im Nationalsozialismus aus der Sicht von Partei und Staat Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, 2009, S. 459 (online auf Google Books).
  2. ↑ Ulrich Helbach: Der Kölner Priester Peter Klein († 1944) und seine jüdische Mutter († 1958). Ein ungewöhnliches Fallbeispiel zum Verhältnis der katholischen Kirche und den Juden. In: Heinz Finger, Reimund Haas, Hermann-Josef Scheidgen (Hrsg.): Ortskirche und Weltkirche vor und nach dem Zweiten Vatikanum. Kölnische Kirchengeschichte zwischen Mittelalter und Zweitem Vatikanum. Festgabe für Norbert Trippen zum 75. Geburtstag. Böhlau Verlag, Köln 2011, ISBN 978-3-412-20801-1, S. 297–374, hier S. 349.
  3. ↑ Ulrich Helbach: Der Kölner Priester Peter Klein († 1944) und seine jüdische Mutter († 1958). Ein ungewöhnliches Fallbeispiel zum Verhältnis der katholischen Kirche und den Juden. In: Heinz Finger, Reimund Haas, Hermann-Josef Scheidgen (Hrsg.): Ortskirche und Weltkirche vor und nach dem Zweiten Vatikanum. Kölnische Kirchengeschichte zwischen Mittelalter und Zweitem Vatikanum. Festgabe für Norbert Trippen zum 75. Geburtstag. Böhlau Verlag, Köln 2011, S. 297–374, hier S. 350.
  4. ↑ Lothar Roos: Glaube und Kirchlichkeit in der spätliberalen Gesellschaft. In: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften, Jg. 34 (1993), S. 267–270 (online, abgerufen am 25. März 2026).
  5. ↑ Kirchliches Handbuch. Amtliches statistisches Jahrbuch der katholischen Kirche Deutschlands.
  6. ↑ Albert Gerhards: St. Ursula in Hürth Kalscheuren – Pfarrkirche-Profanierung-Umnutzung, Fakten und Fragen. Dokumentation unter Mithilfe von Julia Niemann. Lit, Münster 2009, ISBN 978-3-8258-1911-8, S. 58–59.
Personendaten
NAME Groner, Franz
ALTERNATIVNAMEN Groner, Franz Maria
KURZBESCHREIBUNG deutscher römisch-katholischer Theologe
GEBURTSDATUM 29. Juni 1913
GEBURTSORT Köln
STERBEDATUM 21. September 1991
STERBEORT Bonn