Franz Horak (* 31. Juli 1927 in Salzburg; † 16. August 2010 in Innsbruck) war ein österreichischer Rechtsphilosoph, Rechtshistoriker und Spezialist für Römisches Recht.
Horak wurde als Sohn des Gewerkschafters und späteren Salzburger Landesrat Josef Horak und dessen Frau Maria geboren. Er maturierte 1945 am Staatsgymnasium Salzburg und begann ein Theologiestudium an der Theologische Fakultät in Salzburg. Er studierte dann am Institut catholique de Paris und in Wien bevor er 1958 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck aufnahm und hier 1961 promovierte. 1969 wurde er bei Arnold Herdlitczka mit einer Schrift über Entscheidungsbegründungen im Römischen Recht habilitiert (Rationes decidendi, Aalen 1969). 1971 wurde er zum außerordentlichen, 1973 zum ordentlichen Professor des Römischen Rechts ernannt. 1995 wurde er emeritiert.
Wissenschaftlich beschäftigte sich Horak intensiv mit der juristischen Methodenlehre der Antike, insbesondere mit der Frage, wie römische Juristen zu ihren Entscheidungen gelangten. Neben seiner Habilitationsschrift, für die er 1970 mit dem Premio Internazionale Vincenzo Arangio-Ruiz ausgezeichnet wurde, verfasste Franz Horak zahlreiche Aufsätze, Rezensionen und Lexikonbeiträge zum Römischen Recht. Er arbeitet außerdem an der von Okko Behrends geleiteten Übersetzung des Corpus Iuris Civilis mit.
Horak war in der Gefangenenhilfe Tirol tätig und setzte sich gemeinsam mit Gerhard Oberkofler, Anton Pelinka, Andreas Scheil und anderen dafür ein, dass an der Universität Innsbruck an den Widerstandskämpfer Christoph Probst erinnert wird.
Franz Horaks Grab befindet sich auf dem Salzburger Kommunalfriedhof.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Horak, Franz |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Rechtshistoriker |
| GEBURTSDATUM | 31. Juli 1927 |
| GEBURTSORT | Salzburg |
| STERBEDATUM | 16. August 2010 |
| STERBEORT | Innsbruck |