Franz Kratter (* 27. Mai 1758 in Oberndorf am Lech; † 8. November 1830 in Lemberg) war ein Schriftsteller und Theaterdirektor.
Kratter studierte zunächst an der Universität Dillingen Philosophie und Theologie, wechselte jedoch dann zum Studium der Rechtswissenschaft an die Universität Wien. Er war nach dem Studium als Privatsekretär unter anderem in Wien tätig, bevor er sich vollständig seiner Leidenschaft, nämlich dem Theater und der schriftstellerischen Tätigkeit widmete. Sein Das Mädchen von Marienburg, erstmals gedruckt 1795, wurde allein am Wiener Hoftheater zwischen 1793 und 1848 133 mal aufgeführt. Seine Bühnenstücke kamen im ganzen deutschen Sprachraum zur Aufführung.
Kratter zog 1786 nach Lemberg. Dort wurde er 1795 neben Franz Bulla Direktor des Theaters. In den 1820er-Jahren führte er das Theater mit Jan Nepomucen Kamiński (1777–1855). Kratter führte in Lemberg Spielpläne nach dem Wiener Vorbild ein. Diese Innovation hatte auch über seinen Wirkungszeitraum am Lemberger Theater hinaus bestand. In den letzten Jahren zog er sich als Gutsbesitzer zurück.
Kratter war Verfechter des Josephinismus. Seine Schriften zu den gesellschaftlichen Zuständen, unter anderem Galiziens fanden große Aufmerksamkeit. Er war unter anderem mit dem Schauspieler und Künstler Joseph Lange befreundet.
| Personendaten | |
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| NAME | Kratter, Franz |
| KURZBESCHREIBUNG | Schriftsteller und Theaterdirektor |
| GEBURTSDATUM | 27. Mai 1758 |
| GEBURTSORT | Oberndorf am Lech |
| STERBEDATUM | 8. November 1830 |
| STERBEORT | Lemberg |