Franz Nolde (* 1. November 1909 in Lasdehnen; † 21. Mai 1981 in Schwedt) war ein deutscher Maler.
Nolde war der Sohn eines Eisenbahners. Von 1926 bis 1929 machte er eine Lehre als Dekorationsmaler. Danach arbeitete er in seinem Beruf, ab 1932 selbständig. Von 1932 bis 1934 studierte er unter anderem Landschaftsmalerei bei Alfred Partikel an der Kunstakademie Königsberg. Er trat 1933 in die SS ein, wo er zum SS-Rottenführer befördert wurde. Am 7. August 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.753.676). Von 1939 bis 1945 war er während des Zweiten Weltkrieges im Kriegseinsatz.
Aus der Kriegsgefangenschaft ging Nolde 1946 nach Meißen und arbeitete als freischaffender Künstler. 1948 schloss er sich der Dresdner Künstlergruppe Das Ufer an.
Er wurde Mitglied der SED. Von 1950 bis 1951 besuchte er die Landesschule des Kulturbundes zur Demokratischen Erneuerung Deutschlands in Ostrau. Später arbeitete er in verschiedenen Funktionen des Verband Bildender Künstler der DDR (VBK), unter anderem als Vorsitzender des Bezirksverbandes Dresden und bis 1963 als Mitglied der zentralen Leitung des Verbands in Berlin. 1952 besuchte er im Auftrag des VBK mit Willy Wolf mehrere Künstler-Ateliers, unter anderem in Hamburg, Lübeck, Oldenburg und Bremen. 1959 hatte er mit weiteren Künstlern einen Studienaufenthalt in der Volksrepublik China.
Ab 1963 lebte und arbeitete Nolde als freier Künstler in Schwedt, wo er entsprechend der Vorgabe, unter die schaffenden Menschen zu gehen, eine vertragliche Bindung mit dem Erdölverarbeitungswerks Schwedt einging und unter anderem 1964 einen Zirkel für Malerei und Grafik gründete, der seit 1992 als Malkreis „Franz Nolde“ weiter mit einem eigenen Atelier aktiv ist.
Noldes Bilder sind prototypisch für den sowjetisch orientierten Sozialistischen Realismus dieser Zeit. Dieter Goltzsche nannte ihn „unbegabt“. Karl Hermann Roehricht schrieb über ihn: „Er war ein perfekter, aber gehaltloser Redner, ein Lebenskünstler … ein sehr schwacher Maler.“
Franz Nolde war befreundet mit Ewald Schönberg.
Franz Nolde heiratete am 10. Februar 1934 in Tilsit die Friseurgehilfin Maria Martha. Sie starb am 18. Juni 1939 in der Privatklinik Rosenstraße 6. In zweiter Ehe heiratete er 1942 Ingeborg Kelch. Ihre Ehe ging später auseinander.
| Personendaten | |
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| NAME | Nolde, Franz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 1. November 1909 |
| GEBURTSORT | Lasdehnen |
| STERBEDATUM | 21. Mai 1981 |
| STERBEORT | Schwedt |