Franz Patocka

Franz Patocka (* 11. August 1951 in Wien; † 21. April 2021 ebenda) war ein österreichischer Sprachwissenschaftler.

Leben

Franz Patocka wurde am 11. August 1951 in Wien geboren. Von 1957 bis 1963 besuchte er die Volksschule, sodann zwei Jahre lang die Hauptschule und hernach vier Jahre lang eine AHS, die er vorzeitig abbrach und eine Ausbildung zum Schriftsetzer machte. Diesen Beruf übte er bis zur Ablegung der Externistenmatura im Jahr 1972 aus.

Ab 1973 studierte er Deutsche Philologie, Anglistik und Amerikanistik an der Universität Wien als Lehramt. 1980 erfolgte die Sponsion zum Magister der Philosophie, 1984 wurde er zum Doktor der Philosophie promoviert. Ab 1976 war er am Institut für Germanistik der Universität Wien als Studienassistent und ab 1980 als Universitätsassistent beschäftigt. Nach seiner Habilitation im Jahr 1996 wurde ihm die Lehrbefugnis für germanistische Sprachwissenschaft erteilt. Im Folgenden wirkte er als ao. Universitätsprofessor an der Universität Wien. Gastprofessuren übte er in Graz, Bern und Zürich aus. Nach seiner Pensionierung als ao. Universitätsprofessor im Jahr 2016 unterrichtete er noch weiterhin bis 2020 am Institut für Germanistik der Universität Wien.

Franz Patocka engagierte sich fachlich im Rahmen von Vorträgen und Workshops, unter anderem in der Schweiz, in Deutschland, Ungarn und Ägypten. Er war Mitglied einer Reihe wissenschaftlicher Vereinigungen, etwa in der Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen, wo er die Sektion Morphologie und Syntax leitete.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählten Dialektologie, Dialektsyntax, Fachsprachen, historische Sprachwissenschaft und Grammatik der Gegenwartssprache.

Privat engagierte er sich im Erhaltungsverein der St.-Johannes-Nepomuk-Kapelle am Währinger Gürtel in Wien. Er war dort Mitglied des Chors und der Saint Jones Singers, gelegentlich war er auch als Ministrant eingesetzt. Ab 2001 war er stellvertretender Vorsitzender des Vereins.

Franz Patocka verstarb am 21. April 2021 und wurde auf dem Asperner Friedhof, Gruppe 8, Reihe 1, Nummer 7, beigesetzt.

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Franz Patocka auf germ.univie.ac.at, abgerufen am 29. Juli 2024.
  2. 1 2 Franz Patocka im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  3. ↑ Pensionierungen 2016 auf medienportal.univie.ac.at, abgerufen am 29. Juli 2024.
  4. ↑ Barbara Dvoran: Wienerische Sprache und Kulinarik. In: meinbezirk.at, 26. April 2021, abgerufen am 29. Juli 2024.
  5. ↑ Erhaltungsverein / Team der St.-Johannes-Nepomuk-Kapelle, abgerufen am 29. Juli 2024.
  6. ↑ Asperner Friedhof im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
Personendaten
NAME Patocka, Franz
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Sprachwissenschaftler
GEBURTSDATUM 11. August 1951
GEBURTSORT Wien
STERBEDATUM 21. April 2021
STERBEORT Wien