Franz Poenitz

Franz Poenitz
Gedenktafel an der Platanenallee 4–6. Poenitz lebte in dem Vorgängerbau des jetzigen Hauses.

Franz Poenitz, eigentlich Franz Friedrich Burkowitz (* 17. August 1850 in Bischofswerder, Westpreußen; † 19. März 1912 in Charlottenburg bei Berlin) war ein deutscher Harfenist und Komponist.

Leben

Franz Burkowitz studierte zunächst Violine bei seinem Onkel Heinrich Poenitz in Berlin, der sein musikalisches Talent erkannte und förderte. Aus Dankbarkeit nahm Franz dessen Namen Poenitz an. Bereits im Alter von sechs Jahren konzertierte er in Schweden. Im Alter von vierzehn Jahren wurde er im Königlichen Berliner Opernorchester angestellt. Kurze Zeit später wurde er Kammermusiker und verblieb bei diesem Orchester fast fünfzig Jahre lang.

Bedeutung

Franz Poenitz genoss als Harfenvirtuose einen ausgezeichneten Ruf und sein Anschlag galt als ideal. Kompositorisch entnahm er seine Anregungen in erster Linie der Landschaft und dem Sagenkreis der skandinavischen Länder, die er oft bereiste. Insbesondere komponierte er für sein Instrument in schwärmerisch romantischem Ausdruck. Er wandte sich Ende des 19. Jahrhunderts auch dem Harmonium zu und brachte dieses Instrument erstmals im Konzertsaal zu Gehör.

Werke (Auswahl)

Commons: Franz Poenitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Sterberegister Standesamt Charlottenburg 3, Nr. 554/1912
  2. ↑ Lilli Lehmann, Berliner Lokal-Anzeiger, Nachruf, Berlin 20. März 1912
  3. ↑ Hans J. Zingel, Vereinigung Deutscher Harfenisten Nr. 17, Mai 1972
  4. ↑ Wilhelm Tappert, Kleines Journal No. 105, 17. April 1893
Personendaten
NAME Poenitz, Franz
ALTERNATIVNAMEN Burkowitz, Franz Friedrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Harfenist und Komponist
GEBURTSDATUM 17. August 1850
GEBURTSORT Bischofswerder, Westpreußen
STERBEDATUM 19. März 1912
STERBEORT Charlottenburg