Grab der Familie Seitz auf dem Friedhof Schliersee
Franz Seitz absolvierte eine zweijährige private Schauspielausbildung und trat unter dem Pseudonym „Franz Felix“ an verschiedenen bayerischen Bühnen auf. 1908 erhielt er ein Engagement am Nürnberger Volkstheater. 1912 gab er sein Debüt als Regisseur. Für den Produzenten Peter Ostermayr inszenierte er 1917 seinen ersten Stummfilm. Von 1919 bis 1929 arbeitete er für die Münchner Filmfirma Emelka, wo er auch Produktionsleiter war.
Seit Beginn der 1930er Jahre besaß er seine eigene Produktionsgesellschaft, doch blieb Franz Seitz vorwiegend Regisseur für andere Auftraggeber. Seine Spezialität waren deftige Schwänke mit alpenländischem Hintergrund. Zum 1. Dezember 1931 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 771.509). Kurz nach der Machtübernahme Hitlers inszenierte und produzierte er den PropagandafilmS.A. Mann Brand. Der größte Erfolg wurde 1937 die preußisch-bayerische FilmkomödieIA in Oberbayern. Während des Zweiten Weltkrieges konnte er keine Projekte mehr verwirklichen.
Franz Seitz war mit der Schauspielerin Anni Terofal verheiratet. Sein Sohn Franz Seitz wurde ebenfalls Filmproduzent und Regisseur, der bereits die letzte Regiearbeit des Vaters, Der letzte Schuß, produzierte. Sohn Hans war unter dem Namen Hans Terofal ein bekannter Komiker.
Er ruht auf dem Friedhof in Schliersee, Bayern.
Filmografie (Auswahl)
1917: Der Herr mit der Dogge (Regie, Drehbuch)
1918: Der Schwerverbrecher (Regie, Drehbuch)
1919: Die sterbende Salome (Regie, Drehbuch)
1919: Die Verdammten (Regie, Drehbuch)
1920: Das Milliardentestament (Regie, Drehbuch)
1920: Verlorenes Spiel (Regie)
1920: Der Ausgestoßene (Regie)
1920: Der letzte Schuß (Regie, Drehbuch)
1920: Tom Murger, der Bankräuber (Regie, Darsteller)
1921: Die sündige Vestalin (Regie, Drehbuch)
1921: Die rote Fledermaus (Regie)
1922: Der schwarze Harlekin (Regie, Co-Drehbuch, Darsteller)