Franz Wanner (* 1975 in Bad Tölz) ist das Pseudonym eines seit 2000 arbeitenden deutschen Künstlers.
Nach einer Fotografenlehre und einer Filmausbildung studierte Wanner Medientheorie und Interdisziplinäre Projekte an der Akademie der Bildenden Künste München. Er ist bildender Künstler und Dozent in den Bereichen Kunst und Film (Hochschule Weihenstephan, Pratt Institute New York). In medienübergreifenden Arbeiten aus Fotografie, Film sowie performativer und sprachlicher Erzählung stellt er lokale Wirklichkeiten in globale Zusammenhänge. Die Installation Dual-Use etwa untersucht die Produktion von Rüstung und Tendenzen gesellschaftlicher Militarisierung. Sie ist Teil der Bundeskunstsammlung und der Sammlung der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und löste dort 2016 während einer Ausstellung eine parlamentarische Anfrage aus. Die 2017 entworfenen Battle Management Drawings und der Film From Camp to Campus greifen die Regierungsantwort auf und unterziehen sie einer Analyse.
Das Theaterstück Die Befragung nimmt Bezug auf geheimdienstliche Vernehmungen von Geflüchteten. Die erste Aufführung des „operativen Lehrstücks“ fand 2018 im Rahmen von Public Art Munich in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen statt. Die Inszenierung mit Lena Lauzemis und Christophe Vetter stellte keine tatsächliche Befragung nach, sondern simulierte unter Einbeziehung des Publikums eine Agentenausbildung.
Einzelausstellungen
Gruppenausstellungen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wanner, Franz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Künstler |
| GEBURTSDATUM | 1975 |
| GEBURTSORT | Bad Tölz |