Fred Steinborn

Fred Steinborn
Fred Steinborn (1982)
Personalia
Geburtstag 21. Dezember 1962
Geburtsort Erfurt, DDR
Größe 178 cm
Position Mittelfeldspieler / Stürmer
Junioren
Jahre Station
1970–1976 FC Rot-Weiß Erfurt
1976–1981 FC Carl Zeiss Jena
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1979–1983 FC Carl Zeiss Jena (NWOL)
1983–1985 FC Carl Zeiss Jena II mind. 44 (8)
1981–1985 FC Carl Zeiss Jena 17 (2)
1986–1989 BSG Sachsenring Zwickau 87 (6)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1980–1981 DDR U-18 19 (3)
1982 DDR U-21 10 (2)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Fred Steinborn (* 21. Dezember 1962 in Erfurt) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. In der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballs, der Oberliga, spielte er für den FC Carl Zeiss Jena und die BSG Sachsenring Zwickau.

Sportliche Laufbahn

Gemeinschafts-, Club- und Vereinsstationen

1976 wechselte Fred Steinborn vom FC Rot-Weiß Erfurt, bei dem er in seinem Geburtsort im Jahr 1970 mit dem Fußballsport begonnen hatte, in den Nachwuchs des FC Carl Zeiss Jena. Als Juniorenspieler spielte er für den FC in der DDR-weiten Juniorenliga, die nach Abschaffung der Juniorenoberliga die Clubteams in einer Spielklasse vereinte. Die ersten Spiele im Männerbereich absolvierte Steinborn ab 1979 in der Nachwuchsoberliga. In der Saison 1979/80 wurde er dort in etwa 15 Spielen in unregelmäßigen Abständen eingesetzt, zumeist als Stürmer, dabei erzielte er ein Tor. Die Spielzeit 1980/81 verlief für Steinborn in dieser Spielklasse in ähnlicher Weise, bei etwa gleicher Einsatzzahl kam er aber zu drei Torerfolge. Zusätzlich kam er 1980/81 auch zu seinem ersten Punktspieleinsatz in der 1. Mannschaft. Am 22. Spieltag wurde er im Auswärtsspiel beim FC Rot-Weiß Erfurt in der 75. Minute für den Stürmer Thomas Töpfer eingewechselt. Es blieb in dieser Spielzeit bei einem Einsatz. Für das Spieljahr 1981/82 wurde er, nun dem Juniorenalter entwachsen, erstmals in den Kader der 1. Mannschaft aufgenommen. In den Punktspielen wurde er zehnmal aufgeboten und stand fünfmal in der Startelf. Nur zweimal stand er die volle Spielzeit lang auf dem Feld. In dieser Saison erzielte er seine beiden einzigen Oberligatore.

Während Steinborn 1982/83 nur noch vier Oberligaspielen absolvierte und 1983/84 im ostdeutschen Oberhaus nicht mehr zum Einsatz kam, gewann er in diesem Spieljahr mit der 2. Mannschaft des FCC in der drittklassigen Geraer Bezirksliga den Titel. Über die Aufstiegsrunde erkämpfte sich die Jenaer Reserveelf, die nach der Auflösung des Nachwuchsoberligateams entstanden war, die Zugangsberechtigung zur zweitklassigen Liga. Dort etablierte sich der Abiturient Steinborn 1984/85 als Stammspieler, bestritt 33 der 34 möglichen Punktspiele und wurde mit sieben Treffern zweitbester Torschütze der Jenaer. Zu Beginn der Spielzeit 1985/86 kam er für die 1. Mannschaft wieder zu zwei Oberligaeinsätzen, bei denen er als Linksaußen spielte. In der 2. Mannschaft bestritt er bis zum Ende der Hinrunde der Ligasaison 1985/86 elf Begegnungen und schoss ein Tor.

Zur Rückrunde der Saison wechselte der 4. Jahr seines Sportlehrerstudiums stehende Thüringer zum Oberligisten BSG Sachsenring Zwickau nach Westsachsen. Ohne Tore zu erzielen, kam er in zwölf der dreizehn Oberligaspiele zum Einsatz und wurde hauptsächlich als Mittelfeldspieler aufgeboten. Die Zwickauer beendeten die Saison als Absteiger, sodass sich Steinborn für die nächsten zwei Spielzeiten erneut in der Liga wiederfand. Über den gesamten Zeitraum gehörte weiterhin zur Stammelf und bestritt wieder als Mittelfeldspieler 58 der 68 Ligaspiele. Dabei erzielte er vier bzw. zwei Tore. Nach der Saison 1987/88 stieg Steinborn mit der BSG Sachsenring wieder in die Oberliga auf. Dort konnten sich die Sachsenringwerker jedoch nur eine Saison lang halten, in der Steinborn in der Hinrunde regelmäßig im Mittelfeld spielte. Da er in der Rückrunde in unregelmäßigen Abständen nur noch vier Oberligaspiele bestritt, kam er insgesamt nur in 17 der 26 Punktspiele zum Einsatz und blieb auch ohne Torerfolg.

Nach dem Oberligaabstieg nahm Steinborn einen erneuten Wechsel vor und schloss sich zur Spielzeit 1989/90 dem DDR-Ligisten Wismut Gera an. Auch dort war er wieder Mittelfeldakteur, musste aber immer wieder pausieren und kam so nur zu 20 Einsätzen bei 34 Punktspielen. Viermal war er als Torschütze erfolgreich. In der letzten eigenständigen Saison des ostdeutschen Zweitligafußballs bestritt Steinborn nur das erste Punktspiel.

Nach der Zusammenführung von ost- und westdeutschem Fußball unter dem Dach des DFB agierte er bei den Geraern in der Amateur-Oberliga im NOFV-Bereich. In der Premierensaison 1991/92 dieser Spielklasse wurde er achtmal eingesetzt.

Auswahleinsätze

Anfang der 1980er-Jahre gehörte Steinborn zum Kader der DDR-Juniorenelf. Mit der ostdeutschen U-18, für die er zwischen Juli 1980 und Mai 1981 insgesamt 19 Länderspiele bestritt und drei Tore erzielte, weilte im Sommer 1981 bei den Jugendwettkämpfen der Freundschaft in Nordkorea.

Obwohl er in Jena im Oberligakollektiv nicht zu den Stammkräften zählte, blieb das Talent auch nach dem Übergang in den Männerbereich auf dem Radar der Auswahltrainer des DFV. Für die DDR-U-21-Nationalelf bestritt er im Kalenderjahr 1982 zehn Spiele, verlor dann aber das Vertrauen der Verantwortlichen. Mit der ostdeutschen Nachwuchself weilte der FCC-Akteur im Mai 1982 beim renommierten Turnier von Toulon.

Literatur

Commons: Fred Steinborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Das neue Gesicht • Fred Steinborn. In: fuwo – Die neue Fußballwoche. 1. April 1986, Seite 7.
Personendaten
NAME Steinborn, Fred
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fußballspieler
GEBURTSDATUM 21. Dezember 1962
GEBURTSORT Erfurt, Deutsche Demokratische Republik