Fred Virkus (* 1964 in Köthen (Anhalt); † 2013) war ein deutscher Indologe.
Virkus studierte Indologie und Geschichte am Bereich Südasien der Sektion Asienwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er 1995 auch promoviert wurde.
Zu seinen Themen gehörten Epigraphik (Inschriftenforschung), historische Strukturen und politische Institutionen in Indien.
Der Forschungsschwerpunkt von Fred Virkus in der Indologie lag auf den politischen Strukturen im Gupta-Reich (ca. 300–550 n. Chr.), basierend auf der umfassenden Analyse von Primärquellen wie Inschriften.
Seine Monographie über die politischen und administrativen Systeme dieser bedeutenden Periode der indischen Geschichte wird in der wissenschaftlichen Literatur als wichtiges Werk zur Guptazeit zitiert und diskutiert, besonders relevant ist die Schaffung zuverlässiger Faktengrundlagen zur Guptazeit. In dieser Studie untersucht Virkus politische Organisation, Herrschaftsstrukturen und die Verwaltung im Gupta-Reich zwischen ca. 300 und 550 n. Chr.
Des Weiteren forschte er zur Sozialgeschichte des Brahmanentums und war an Forschungsprojekten beteiligt, die sich mit der Sozialgeschichte des Brahmanentums im frühen Mittelalter in Regionen wie Gujarat, Maharashtra und Karnataka befassten.
Postum erschien 2014 der Aufsatz Schenkungspraxis und Patronageverhältnisse im Reich der Calukyas von Badami in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Virkus, Fred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Indologe |
| GEBURTSDATUM | 1964 |
| GEBURTSORT | Köthen (Anhalt) |
| STERBEDATUM | 2013 |