Frederik Poppe

Frederik Poppe (* 1975) ist ein deutscher Künstler, Rehabilitationswissenschaftler und Hochschullehrer. Er ist Professor für Rehabilitation und Teilhabe an der Hochschule Merseburg. Seine Arbeit verbindet Kunst mit inklusionsorientierter Sozialarbeit.

Leben und Ausbildung

Frederik Poppe studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin sowie Rehabilitationswissenschaften und Sonderschulpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach seiner Promotion zum Thema der künstlerischen Interaktion mit Menschen mit Assistenzbedarf war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig. Bis zu seinem Ruf arbeitete er publizistisch für die Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Künstlerisches Wirken

Poppe ist als freischaffender Künstler tätig und betreibt ein eigenes Atelier. Seine Werke wurden unter anderem im Museum Folkwang in Essen ausgestellt. Teile seines Werks sind für die Ankäufe zur Sammlung des Deutschen Bundestags (Artothek) 2025 nominiert. Retrospektiven waren im Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin (2016) und in der Willi-Sitte-Galerie in Merseburg (2024) zu sehen.

Im Interview-Podcast „Atelier Talk“ beschreibt er sein künstlerisches Schaffen als Verbindung von Malerei, Siebdruck, Décollage und sozialem Raum. Seine Ausstellung „Zeit – perspektivisch“ wurde mit Performances und Lesungen begleitet und thematisierte soziale Teilhabe in künstlerischen Formaten.

Er ist Mitherausgeber des Sammelbandes Wechselwirkungen – Kunst im Kontext der Inklusionsdebatte, der in Fachkreisen breite Rezeption fand.

Wissenschaftliches Wirken

Seit 2017 ist Poppe Professor für Rehabilitation und Teilhabe an der Hochschule Merseburg. Er lehrt im Fachbereich Soziale Arbeit, Medien und Kultur. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der inklusionsorientierten Kultursozialarbeit, der Teilhabeforschung und der künstlerischen Bildung für Menschen mit Behinderung.

Poppe ist regelmäßig Referent bei bundesweiten Fachtagungen zur kulturellen Bildung, unter anderem an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel.

Er ist Vorsitzender der Gesellschaft für Erwachsenenbildung und Behinderung und engagiert sich im Bündnis für Teilhabeforschung sowie in weiteren Fachnetzwerken. Zudem gehört er dem Redaktionsbeirat der Fachzeitschrift Teilhabe an.

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Frederik Poppe: Hochschule Merseburg. Abgerufen am 1. Juli 2025.
  2. ↑ Artothek - die Kunstsammlung. In: bundestag.de
  3. ↑ Förderkreis Willi-Sitte-Galerie e.V.: Chronologie der Ausstellungen. In: willisitte-galerie-merseburg.de. Förderkreis Willi-Sitte-Galerie e.V., 2024, abgerufen am 16. September 2025.
  4. ↑ Frederik Poppe im Atelier Talk Podcast. In: Atelier Talk. Abgerufen am 1. Juli 2025.
  5. ↑ Peter Daners, Frederik Poppe u. a.: Wechselwirkungen: Kunst im Kontext der Inklusionsdebatte. arthistoricum.net, 2019, ISBN 978-3-947449-39-2 (uni-heidelberg.de [abgerufen am 1. Juli 2025]).
  6. ↑ Hochschule Merseburg – Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur. In: Forschung Kulturelle Bildung. Abgerufen am 1. Juli 2025.
  7. ↑ Dozentenprofil Frederik Poppe. In: Bundesakademie für Kulturelle Bildung. Abgerufen am 1. Juli 2025.
  8. ↑ Redaktion und Beirat. Abgerufen am 15. August 2025.
Personendaten
NAME Poppe, Frederik
KURZBESCHREIBUNG deutscher Künstler, Rehabilitationswissenschaftler und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 1975