In der Mathematik ist die nach Erik Ivar Fredholm benannte Fredholmsche Alternative ein Resultat der Fredholmtheorie. Sie kann auf verschiedene Arten ausgedrückt werden: als Theorem der linearen Algebra, als ein Theorem über Integralgleichungen oder als ein Theorem über Fredholm-Operatoren. Insbesondere besagt es, dass eine komplexe Zahl ungleich 0 im Spektrum eines kompakten Operators ein Eigenwert ist.
In einem -dimensionalen Vektorraum gilt für eine lineare Abbildung genau eine der folgenden Aussagen:
Sei ein Integralkern. Betrachte die homogene Fredholmsche Integralgleichung,
sowie die inhomogene Gleichung
Die Fredholmsche Alternative besagt nun, dass für eine komplexe Zahl , entweder die erste Gleichung eine nichttriviale Lösung hat, oder die zweite Gleichung eine Lösung für beliebige rechte Seiten besitzt.
Eine hinreichende Bedingung, damit dieser Satz gilt, ist die Quadratintegrierbarkeit von auf dem Rechteck (wobei a und/oder b auch plus oder minus unendlich sein dürfen).
Sei ein kompakter Operator auf und sei mit . Dann ist ein Fredholm-Operator mit Fredholm-Index 0. Die Fredholmsche Alternative lautet nun:
Beachte, dass die Delta-Distribution die Identität der Faltung ist. Sei ein Banachraum, beispielsweise und sei ein Fredholm-Operator, welcher durch
definiert ist, wobei gelten muss, um einen Fredholm-Operator zu erhalten. Dann ist ein kompakter Operator und man sieht, dass diese Aussage die Aussage über die Fredholmschen Integralgleichungen verallgemeinert.
Die Fredholmsche Alternative kann man dann wie folgt formulieren: Ein ist entweder ein Eigenwert von oder es liegt in der Resolventenmenge