Freesien

Freesien

Freesia alba

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Unterfamilie: Crocoideae
Tribus: Croceae
Gattung: Freesien
Wissenschaftlicher Name
Freesia
Eckl. ex Klatt

Die Freesien (Freesia) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Von den etwa 15 Arten sind etwa zwölf Florenelemente der Capensis. Die meisten Arten kommen in Regionen mit Winterregenfällen vor. Viele Sorten von Hybriden (Freesia ×hybrida) werden als Zierpflanzen, hauptsächlich als Schnittblumen, verwendet.

Beschreibung

Illustration von Freesia grandiflora
Illustration von Freesia refracta
Freesia corymbosa
Freesia fucata
Freesia grandiflora
Zygomorphe Blüte von Freesia laxa
Freesia refracta
Illustration einer Freesia-Hybride

Vegetative Merkmale

Freesia-Arten wachsen als meist laubabwerfende oder selten immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanzen. Sie bilden Knollen, die einen Durchmesser von etwa 10 Millimetern aufweisen, als Überdauerungsorgane aus. Die Knollen sind mit feinen, hellen Fasern netzartig bedeckt. Die Stängel sind einfach oder verzweigt.

Die Laubblätter sind grundständig oder zweizeilig angeordnet am Stängel verteilt. Die einfachen Blattspreiten sind flach, meist lanzettlich und parallelnervig. Der Blattrand ist glatt.

Generative Merkmale

Die ährigen Blütenstände enthalten wenige bis viele Blüten und laubblattähnliche, oft nur grüne oder selten strohfarbene Tragblätter.

Die oft stark duftenden Blüten sind zwittrig, zygomorph und dreizählig. Die sechs fast gleichgeformten Blütenhüllblätter sind röhrig bis trichterförmig verwachsen. Die Blütenröhre ist meist gebogen. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen von meist weiß über gelb bis seltener rosafarben bis rot. Die Blütenhüllblätter des äußeren Kreises sind etwas größer als die inneren. Es ist nur ein Kreis mit drei freien, fertilen Staubblättern vorhanden. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel ist in drei dünne Äste geteilt.

Die dreifächerigen Kapselfrüchte sind unregelmäßig kugelig und enthalten einige Samen je Fruchtfach. Die ungeflügelten Samen sind kugelig. Die harte Samenschale ist glänzend und hell- bis dunkelbraun.

Die Chromosomengrundzahl beträgt n = 11.

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Freesia gehört zur Tribus Croceae in der Unterfamilie der Crocoideae (Syn.: Ixioideae) innerhalb der Familie der Iridaceae.

Die Gattung Freesia wurde 1866 durch den Botaniker Christian Friedrich Ecklon in Friedrich Wilhelm Klatt: Linnaea 34, S. 672 aufgestellt. Ecklon ehrte mit dem Gattungsnamen Freesia seinen Freund und Schüler, den Mediziner Friedrich Heinrich Theodor Freese (1795–1868). Synonyme für Freesia Eckl. ex Klatt nom. cons. sind: Anomatheca Ker Gawl., Nymanina Kuntze, Lapeirousia subgen. Anomatheca (Ker Gawl.) Baker.

Die Freesie stammt aus Afrika. Die meisten der etwa 15 Arten gedeihen in Regionen mit Winterregenfällen. Alle Arten treten als Florenelement südlich der Sahara auf, etwa zwölf Arten sind der Kapflora zugeordnet.

Es gibt etwa 15 Freesia-Arten:

Verwendung

Die Freesia-Hybriden entstanden aus Kreuzung von Freesia refracta mit Freesia leichtlinii, Freesia corymbosa oder anderen Arten. Sie sind meist tetraploid. Die vielen Freesien-Sorten mit ihren pokalförmigen, leuchtenden und zart duftenden Blüten sind hervorragende Schnittblumen.

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Peter Goldblatt: Freesia, S. 495 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 26: Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales. Oxford University Press, New York und Oxford, 2002, ISBN 0-19-515208-5.
  2. ↑ Freesia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Freesia. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 7. Oktober 2016.
  4. ↑ Freesia im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  5. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Artenliste zu Freesia in der Red List of South African Plants
Commons: Freesien (Freesia) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien