Frente Amplio Progresista

Logo des Frente Amplio Progresista

Das Frente Amplio Progresista (abgekürzt FAP, deutsche Übersetzung: Breite progressive Front) war eine argentinische Parteienallianz, die im Juni 2011 gegründet wurde. Sie war dem Mitte-links-Spektrum zuzuordnen und verstand sich als Oppositionsplattform gegenüber dem regierenden Frente para la Victoria und dem Partido Justicialista (PJ).

Bei den Präsidentschaftswahlen 2011 erlangte der Kandidat der Allianz Hermes Binner mit 16,8 % den zweiten Platz, allerdings mit weitem Abstand zur Wahlsiegerin Cristina Fernández de Kirchner (FPV/PJ), die die absolute Mehrheit erlangte.

Mitglieder

Die Mitgliedsparteien des FAP haben gemeinsam, dass sie jeweils in bestimmten Regionen des Landes stark vertreten sind, auf nationaler Ebene jedoch kaum Einfluss besitzen.

Geschichte

Der Gründung des FAP vorausgegangen war die Auflösung des Parteienbündnisses Acuerdo Cívico y Social, das 2009 anlässlich der Parlamentswahlen gegründet worden war und die Unión Cívica Radical, das Partido Socialista und die Allianz Coalición Cívica, dem die Coalición Cívica ARI, GEN und Unidad Popular und andere Parteien angehörten, umfasste. Nach dem Austritt der CC-ARI im Jahr 2010 verhandelte die UCR mit den verbliebenen Parteien über eine erneute Allianz, die jedoch Mitte 2011 endgültig scheiterte, als der UCR-Kandidat Ricardo Alfonsín seine Zusammenarbeit mit dem Rechtsperonisten Francisco de Narváez bekanntgab.

Das Partido Socialista, das als einzige auf Provinzebene eine Regierung stellt (Provinz Santa Fe), gab daraufhin am 26. Juni 2011 die Gründung des Frente Amplio Progresista bekannt. Ursprünglich sollte die Allianz auch die in der Stadt Buenos Aires starke Linkspartei Proyecto Sur umfassen. Wegen Differenzen um die Listenplatzierungen trat Proyecto Sur separat zur Wahl 2011 an.

Noch vor der Wahl schlossen sich die Abgeordneten und Senatoren der Mitgliedsparteien zu einem Interbloque (etwa: Fraktionsgemeinschaft) zusammen, weiterhin stieß ein Abgeordneter der Coalición Cívica, Sebastián Cinquerrui, hinzu. Der Block war nach der Wahl 2011 im Abgeordnetenhaus mit 23 Vertretern die drittstärkste Kraft hinter dem FPV und der UCR. 2013 löste sich die Wahlallianz auf, zahlreiche Mitglieder schlossen sich dem Frenze Amplio UNEN an.

Einzelnachweise

  1. ↑ CFK superó el 54 por ciento de los votos, Página/12, 4. November 2011
  2. ↑ El socialismo ya descartó la fórmula Binner-Alfonsín (Memento vom 6. April 2012 im Internet Archive), Diario Registrado, 1. Juni 2011
  3. ↑ "Binner y Stolbizer se cortaron solos", Página/12, 17. August 2011
  4. ↑ FAP presenta el miércoles interbloque de legisladores nacionales (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Noticias Terra, 21. August 2011
  5. ↑ Un diputado cuenta por qué dejó a Carrió (Memento des Originals vom 26. Oktober 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Perfil.com.ar, 8. September 2011
  6. ↑ El socialista Binner convocó a sumarse al Frente Amplio Unen «a todos los sectores progresistas» – /EXPLÍCITO. 12. April 2014, abgerufen am 25. Januar 2026 (spanisch).