Friedel Deventer

Friedel Deventer (* 26. Januar 1947 in Meschede; † 20. Januar 2026) war ein deutscher Grafiker, Fotomontagekünstler, Maler und Objektkünstler. Er lebte als freischaffender Künstler in Kassel.

Leben und Werk

Ausbildung

Deventer schloss 1975 das Studium zum Kunsterzieher und Graphik-Designer an der Kasseler HbK ab. Anschließend arbeitete er bis 1981 als Kunstlehrer an Gymnasien in Kassel, entschied sich dann aber, als freier Künstler zu arbeiten.

Seit 1968 trat er mit politischen und gesellschaftskritischen Grafiken und Karikaturen hervor. 1969 wurde er Mitbegründer des Kollektivs Demokratische Grafik Hamburg. Seit Anfang der 1970er Jahre gestaltete er Fotomontagen, Objekte und politische Plakate, die vor allem die Umweltzerstörung, den Vietnamkrieg und den Welthunger kritisierten.

Öffentliche Arbeiten

Seit 1974 schuf Deventer über 50 Wandbilder im öffentlichen Raum in Kassel, deutschlandweit mehr als 120. Die zumeist im fotorealistischen Stil geschaffenen Werke entstanden oft in Zusammenarbeit mit lokalen Wirtschaftsunternehmen oder Wohnungsbaugesellschaften und dienten zugleich als Verbesserung der Wohnqualität. Zudem verwandelte er auch Trafohäuschen in einen klassizistischen Wintergarten oder in ein Palmenhaus. In den Jahren 1995 und 1996 schuf er am S-Bahnhof Galluswarte in Frankfurt das weltweit größte Landschaftspanorama auf einer Fläche von 3.000 m².

Ab 1986 realisierte Friedel Deventer mehrere elektronisch gesteuerte kinetische Objekte und Windobjekte. Er schuf für die Kasseler Königsgalerie gegenläufig drehende Metallstäbe und für ein Bürohaus in der Wilhelmshöher Allee in Kassel langsam rollende rote Kugeln.

Kunstakademie Deventer

Mit seiner Frau Maya († 2. Februar 2026) vermittelte Friedel Deventer in der Kunst Akademie Deventer künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten.

Auszeichnungen

Ausstellungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Christina Hein: Künstlerpaar Maja und Friedel Deventer stirbt kurz nacheinander. In: hna.de. 27. Februar 2026, abgerufen am 27. Februar 2026.
  2. ↑ Maya und Friedel Deventer sind tot und hinterlassen eine Stadt in Trauer. In: nordhessen-rundschau.de. 27. Februar 2026, abgerufen am 12. März 2026.
Personendaten
NAME Deventer, Friedel
KURZBESCHREIBUNG deutscher Künstler
GEBURTSDATUM 26. Januar 1947
GEBURTSORT Meschede
STERBEDATUM 20. Januar 2026