Friederike Spiecker (* 1967 in München) ist eine deutsche Volkswirtin und Autorin.
Spiecker studierte von 1986 bis 1991 Volkswirtschaftslehre an der Uni Konstanz. Mit einem Stipendium von Volkswagen für herausragende Nachwuchswissenschaftler fing sie 1992 an einem Graduiertenkolleg in Göttingen an. 1993 wechselte sie nach Berlin in die von Heiner Flassbeck geleitete Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Forschungsschwerpunkte ihrer damaligen Tätigkeit waren Konjunkturzyklen und Vorhersage.
Heute ist sie vor allem publizistisch tätig und veröffentlicht Sachbücher und Beiträge zu den Themenfeldern Konjunkturpolitik, Makroökonomie und Arbeitsmarkt. Im Jahre 2013 trat sie dem Autorenteam des Blogs flassbeck economics bei, und schrieb später auch Beiträge für das Nachfolgemagazin Makroskop. Daneben unterrichtet sie an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd im Fach Ökonomie und ist in der Lehrerfortbildung sowie wirtschaftspolitischen Beratung tätig. 2022 war sie im Deutschen Bundestag als Sachverständige geladen, wo sie grundsätzliche Kritik an der Schuldenbremse übte.
Spiecker argumentiert, dass die Wirtschaftspolitik zu sehr auf einzelwirtschaftlichen Prinzipien basiere, was zu Fehlern führe, da die Gesamtwirtschaft anders funktioniere. Spiecker betont, dass zur Korrektur dieser Fehler ein grundlegendes Verständnis der Gesamtwirtschaft notwendig sei. Außerdem kritisiert sie die EZB für ihre Zinserhöhungen als Reaktion auf die Inflation, die ihrer Meinung nach auf falschen Vorstellungen über Inflation und Geldpolitik beruhen. Diese Politik habe durch die Beeinträchtigung der Investitionstätigkeit in Europa und Gefährdung von Arbeitsplätzen realwirtschaftlichen Schaden angerichtet.
Spiecker hat drei Kinder.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Spiecker, Friederike |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Volkswirtin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 1967 |
| GEBURTSORT | München |