
Friedhelm Hahn (* 14. Juli 1955 in Neuwied) ist ein deutscher Gymnasiallehrer, Regisseur und Autor. Er war von 1998 bis 2022 Intendant der Städtischen Bühne Lahnstein.
Friedhelm Hahn besuchte von 1965 bis 1974 das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Neuwied und machte dort sein Abitur. Ab 1975 studierte er an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz Germanistik, Philosophie und Buchwissenschaft auf Magister, wechselte dann ab 1978 mit den Fächern Germanistik und Philosophie ins Lehramt und machte 1981 sein Staatsexamen in Mainz.
Neben seiner Tätigkeit als Gymnasiallehrer am Johannes-Gymnasium in Lahnstein (ab 1985) interessierte er sich schon früh für das Theater. Vom Schultheater weg ging er bald den Weg in die freie Szene, schrieb zahlreiche Stücke für Kinder und Jugendliche und inszenierte sie selbst. 1993 gründete er das Theater Parabol als bundesweit operierendes Tourneetheater, das sich kritisch mit der Erfahrungswirklichkeit der frühen Neunziger auseinandersetzte. 1995 wurde er Künstlerischer Leiter des Kinder- und Jugendtheaters der Stadt Lahnstein. 1998, mit dem Umzug in die neue Spielstätte des vom Land Rheinland-Pfalz neu gestalteten Nassau-Sporkenburger Hofs, wurde er schließlich Intendant des Theaters Lahnstein und baute das Haus in den 24 Folgejahren zusammen mit seiner Co-Intendantin Ulrike Krapp zu einem Stadttheater mit jährlich rund 25.000 Besuchern auf.
Neben der Intendanz des Theaters Lahnstein übernahm Hahn in den Jahren 2006 bis 2022 die Intendanz der Lahnsteiner Burgspiele, deren Spielplan Musical und Schauspiel umfasste.
Im Jahr 2022 verlängerte der neue Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein Hahns Vertrag nach 24 Jahren nicht mehr. Die Stadt warf Hahn eine Etatüberschreitung um 70.000 Euro vor und kündigte ihm fristlos. Im Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht Koblenz zog die Stadt Lahnstein diesen Vorwurf zurück und einigte sich mit ihm auf eine Entschädigung. Mit ihm verließen die Co-Intendantin Ulrike Krapp und ein Großteil des seit vielen Jahren zusammenarbeitenden künstlerischen Personals das Haus. Hahn klagte gegen die Kündigung. Außergerichtlich einigten sich Hahn und die Stadt Lahnstein darauf, dass er nicht weiter gegen die Kündigung vorgeht. Hahn erhält dafür eine Entschädigung von 25.000 Euro und die Stadt behauptet nicht mehr, er hätte das Budget 2022 überzogen.
Seit 2023 arbeitet Hahn als Autor und freier Regisseur. Als Autor schreibt er neben Schauspiel, Komödien und Musiktheaterstücken auch Musicals. Seit dem 1. Oktober 2023 ist er Intendant der Burgspiele Braubach und des Braubacher Kultursommers in Schloss Philippsburg.
| Personendaten | |
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| NAME | Hahn, Friedhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Regisseur und Autor |
| GEBURTSDATUM | 14. Juli 1955 |
| GEBURTSORT | Neuwied |