Friedrich Busmann

Friedrich Busmann (* 1943 in Göttingen) ist ein deutscher Stadtplaner und Architekt.

Leben

Busmann absolvierte ein Studium der Architektur und Stadtplanung an der TH Aachen, das er 1971 mit dem Diplom abschloss. Anschließend war er in freien Planungsbüros tätig, bis er 1974 ins Planungsamt der Stadt Bonn wechselte. 1977 wurde er promoviert. Im Bonner Stadtplanungsamt war Busmann von 1977 bis 1994 für die Koordinierung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen zuständig, darunter der eine nationale Bedeutung einnehmenden, von einem Gemeinsamen Ausschuss aus Bund, Land und Stadt gesteuerten Entwicklungsmaßnahme Parlaments- und Regierungsviertel (1974–2004). Nach der Wiedervereinigung arbeitete er zunächst parallel zu seinen Aufgaben in Bonn für die Stadt Halle (Saale), der er schließlich auf Betreiben des damaligen Oberbürgermeisters und vormaligen Bonner Stadtdirektors Klaus Peter Rauen von 1995 bis 2002 als Beigeordneter und Dezernent für Planen und Umwelt diente. Anschließend ließ er sich als freier Stadtplaner in Bad Harzburg nieder. Im September 2007 verpflichtete ihn die Stadt Halle noch einmal für die Koordinierung ihres Projekts zur Internationalen Bauausstellung Stadtumbau 2010.

Busmann ist Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung. Er gehörte der 2000 von der Bundesregierung eingesetzten Kommission Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Bundesländern unter Vorsitz des vormaligen Leipziger Oberbürgermeisters Hinrich Lehmann-Grube an.

Schriften

Einzelnachweise

  1. 1 2 Bundesministerium für Bauwesen, Raumordnung und Städtebau (Hrsg.): Vierzig Jahre Bundeshauptstadt Bonn 1949–1989. C. F. Müller, Karlsruhe 1989, ISBN 3-7880-9780-9, S. 160.
  2. 1 2 3 Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn (Hrsg.); Friedrich Busmann: Vom Parlaments- und Regierungsviertel zum Bundesviertel. Eine Bonner Entwicklungsmaßnahme 1974–2004. Bonn, Juni 2004, S. 191.
  3. ↑ Georg Wagner-Kyora: Graue Diven erfinden sich selbst. Akteurshandeln und Identitätskonstruktion in Entscheidungsprozessen über die Altstadtsanierung von Halle und Leipzig 1990 bis 2003. In: Andreas Ranft, Stephan Selzer (Hrsg.): Städte aus Trümmern: Katastrophenbewältigung zwischen Antike und Moderne, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 978-3-525-36278-5, S. 201–273 (hier: S. 222).
  4. ↑ Kein Blick zurück im Zorn, Mitteldeutsche Zeitung, 14. Januar 2002
  5. ↑ Von der Platte in den Wald, Mitteldeutsche Zeitung, 4. Juli 2006
  6. ↑ Nachrichtenübersicht vom 14.01.2002, Mitteldeutsche Zeitung
  7. ↑ Picknick auf der Hochstraße, Mitteldeutsche Zeitung, 25. Mai 2010
  8. ↑ Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Bundesländern – Bericht der Kommission (Memento vom 14. Januar 2018 im Internet Archive) (PDF)
  9. ↑ Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn (Hrsg.); Friedrich Busmann: Vom Parlaments- und Regierungsviertel zum Bundesviertel. Eine Bonner Entwicklungsmaßnahme 1974–2004. Bonn, Juni 2004, S. 188.
Personendaten
NAME Busmann, Friedrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Stadtplaner und Architekt
GEBURTSDATUM 1943
GEBURTSORT Göttingen