Dahn war ein Sohn einfacher Geschäftsleute. Bereits als Kind zeigte er eine Begabung für die Deklination jeglicher Art und hielt kleine Prosavorträge von Predigten. Auf Wunsch seiner Familie begann Dahn an der Universität seiner Heimatstadt Theologie zu studieren. Bereits während seines Studiums wurde sein Interesse für die Bühne geweckt und er trat gelegentlich an privaten Liebhaberbühnen auf. Schließlich brach er sein Studium ohne Abschluss ab und debütierte er 1828/1829 unter Karl Friedrich Cerf am Königsstädtischen Theater in Berlin. Später wurde er als „jugendlicher Liebhaber“ ans Stadttheater Breslau engagiert. Als 1831 der Schauspieler Gustav Emil Devrient von Hamburg nach Dresden wechselte, berief man Dahn als Nachfolger ans Hamburgische Stadt-Theater.
Seit dem 1. oder 11. April 1834 war Dahn Mitglied im Ensemble des königlichen Hoftheaters in München, wo er bis an sein Lebensende engagiert blieb. Das Rollenbild wechselte vom Liebhaber zum Helden und ging später zur Vaterrolle über. Dahn betätigte sich zudem auch als Regisseur. Am 21. Oktober 1874 wurde ihm und seiner 2. Ehefrau anlässlich ihres gemeinsamen Bühnenjubiläums ein Tisch mit einer Inschrift geschenkt.
Seit dem 15. oder 18. April 1833 war Dahn mit der Schauspielerin Constanze (geborene Le Gaye) verheiratet, mit der er zwei Söhne und eine Tochter hatte. Die Ehe des Schauspielerpaars verlief recht unglücklich und die beiden ließen sich 1850 scheiden.
Felix Dahn (14. Februar 1874 – ), wurde Schauspieler
Constanze Dahn (1846–1933), die unter dem Pseudonym „C. Hirundo“ schriftstellerisch tätig war.
In zweiter Ehe war er seit 1852/1853 mit der Schauspielerin und Kollegin am Hoftheater, Susanne Marie (geborene Hausmann; 1829–1909) verheiratet, einer Tochter der Schauspieler Ludwig Hausmann (1803–1876) und Juliane (geborene Weick, 1810–1901),
Dahn starb im Alter von 79 Jahren 1889 in München und fand dort auf dem alten nördlichen Friedhof seine letzte Ruhestätte.
Elisabeth Charlotte, Schauspiel in fünf Akten von Paul Heyse, am 2. Januar 1860 in München uraufgeführt
Literatur
Friedrich Dahn und Marie Dahn, geb. Hausmann. Ein Doppeljubiläum an der Königlichen Hofbühne zu Münden. In: A. Entsch (Hrsg.): Deutscher Bühnen-Almanach. 39. Jahrgang. Berlin 1875, S.96–98 (Textarchiv– Internet Archive).
Dahn, Friedrich. In: Deutsche Encyklopädie: ein neues Universallexikon für alle Gebiete des Wissens. Band3: Brandenburg bis Dalmatica. Wirgandt & Grieben, Leipzig 1889, S.1032–1033 (Textarchiv– Internet Archive).
Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der deutschen Bühne des 19. Jahrhunderts. List, Leipzig 1903, S. 173.
Ernst von Possart:Erstrebtes und Erlebtes, Erinnerungen aus meiner Bühnentätigkeit. 3. Auflage. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1916, S.153–154,173–174,191,195–199,207,217 (Textarchiv– Internet Archive– Mit Abbildung auf Tafel 8, zwischen S. 200 und 201).
Rolf Grashey: Die Familie Dahn und das Münchner Hofschauspiel (1833–1899). Voß, Leipzig 1932.
↑Friedrich Dahn und Marie Dahn, geb. Hausmann. Ein Doppeljubiläum an der Königlichen Hofbühne zu Münden. In: A. Entsch (Hrsg.): Deutscher Bühnen-Almanach. 39. Jahrgang. Berlin 1875, S.96–98 (Textarchiv– Internet Archive).
↑Ludwig Eisenberg:Dahn, Friedrich. In: Grosses biographisches Lexikon der deutschen Bühne im 19. Jahrhundert. List, Leipzig 1903, S.172–173 (Textarchiv– Internet Archive).