Friedrich Denk

Friedrich Denk (2017)

Friedrich Denk (* 16. Dezember 1942 in Wohlau, Niederschlesien) ist ein deutscher Studiendirektor im Ruhestand und Schriftsteller. Er galt als einer der prominentesten Kritiker der Rechtschreibreform, weswegen Denk häufig als „Rechtschreib-Rebell“ bezeichnet wurde. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und des PEN-Zentrums Deutschland.

Beruflicher Werdegang

Friedrich Denk studierte, gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes, Germanistik, Romanistik und Philosophie an den Universitäten München und Bordeaux. Nach abgeschlossener Referendarzeit in Freising, Regensburg und Rosenheim war er von 1969 bis zu seiner Pensionierung 2004 Gymnasiallehrer für Deutsch in München, Weilheim und London, Seminarleiter für Deutsch am Gymnasium Weilheim und Beauftragter für Literaturförderung.

Friedrich Denk war Gründer und verantwortlicher Redakteur der Weilheimer Hefte zur Literatur (seit 1980), der Londoner Lesehefte (1983–85) und des Lesebogens (1989–99) sowie Initiator des Weilheimer Literaturpreises (seit 1988). Er wohnt, nach zehn Jahren in Zürich und fünf Jahren in München, seit Januar 2023 wieder in Weilheim.

Leben

Denk ist seit 1970 mit Gerda Maria Denk (geborene Schlick) verheiratet. Sie haben drei gemeinsame Kinder.

Kampf gegen die Rechtschreibreform

Auf der Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober 1996 verteilte Denk 2.000 Flugblätter mit dem Titel „Stoppt die überflüssige, aber milliardenteure Rechtschreibreform! 10 Argumente gegen die Rechtschreibreform“. Ebenfalls auf der Buchmesse veröffentlichte er mit anderen Gegnern der Reform die Frankfurter Erklärung. Im Folgenden führte Denk eine Reihe von Aktionen durch, um gegen die Rechtschreibreform zu protestieren: So gründete er mit anderen am 19. November 1996 die bayerische Bürgerinitiative WIR gegen die Rechtschreibreform und veranstaltete am 11. Oktober 1997 in Weilheim eine Dichterlesung Für die Einheit der Orthographie, an der Ota Filip, Wulf Kirsten, Reiner Kunze, Loriot, Gerhard Ruiss und Albert von Schirnding teilnahmen. Aus Protest gegen die seiner Meinung nach „schüler- und bürgerfeindliche Sprachpolitik der CSU“ trat Denk im März 1998 mit anderen aus der Partei aus.

Auszeichnungen

Schriften

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Lebensgeschichte. Abgerufen am 2. März 2022.
  2. ↑ Kulturpreis 2020. 11. Dezember 2020, abgerufen am 14. Februar 2021.
Personendaten
NAME Denk, Friedrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Studiendirektor im Ruhestand und Schriftsteller
GEBURTSDATUM 16. Dezember 1942
GEBURTSORT Wohlau, Niederschlesien