Friedrich Franzen

Friedrich Franzen SAC (* 5. Februar 1893 in Ediger; † 22. Dezember 1974 in Hünsborn) war ein deutscher Pallottiner, Exerzitienmeister und Heimatschriftsteller.

Leben

Ehrentafel für Pater Friedrich Franzen SAC (1893–1974) Ehrenbürger von Ediger-Eller

Nachdem er die Volksschule besucht und Privatunterricht erhalten hatte, ging er im März 1912 auf ein Gymnasium in Limburg an der Lahn. Sein Noviziat begann am 8. Oktober 1914, jedoch wurde er bereits am 15. Oktober 1914 zum Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg einberufen. Aufgrund einer kriegsbedingten Verwundung kehrte er im August 1917 zurück ins Limburger Kloster. Seine Profess legte er am 3. Januar 1920 ab und am 9. Juni 1921 erhielt er die Priesterweihe. Im Zeitraum von 1923 bis 1925 war er sowohl Lehrer als auch Präfekt im Studienheim von Schönstatt. Parallel dazu hörte er 3 Semester Germanistik in Bonn und im Anschluss arbeitete er 3 Jahre in der Apostolischen Bewegung.

Im Jahre 1928 wurde er zum Rektor des Studienheims in Frankenstein und 1931 zum Rektor des Studienheims in Schönstatt ernannt. Im Pallottinerkloster Olpe war er ebenfalls von 1934 bis zu dessen Auflösung durch die Gestapo im Sommer 1941 Rektor. Von dort wurde er nach Dortmund gebracht, wo er 4 Wochen in Schutzhaft verbringen musste. Nach seiner Entlassung wurde er aus Westfalen ausgewiesen und er kehrte in seinen Heimatort Ediger an der Mosel zurück. Von hier ging er kurz darauf nach Vallendar, um seine Seelsorgerischen Tätigkeiten wieder aufzunehmen. Nach Kriegsende konnte er 1945 nach Olpe zurückkehren, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1974 blieb.

Franzen fand neben seiner Arbeit in der Seelsorge, als Exerzitienmeister, als Beichtvater sowie als Redner bei Konferenzen noch Zeit, um sich schriftstellerischen Aufgaben zu widmen. Insbesondere verfasste er kleinere Biografien über seine Mitbrüder oder religiöse Gottesmutter-Schriften sowie mehrere heimatkundliche Beiträge. 82-jährig verstarb Franzen im Schwesternhaus zu Hünsborn.

Ehrungen

Werke und Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Franzen, Friedrich PSM, Die Missionsgesellschaft der Pallottiner, 2. Aufl., Limburg a. d. L. 1928, S. 3, In: Uni-Saarland (PDF)
  2. ↑ Auswahlbibliographie zur Geschichte der Vereinigung des Katholischen Apostolates im deutschen Sprachraum Franzen Friedrich, Bruder Max. Ein Leben im Dienste Gottes, Limburg 1938, S. 14, In: pthv.de (PDF)
  3. ↑ Der Freiheitskampf des Edigerer Volkssturms, Funken im Moselschiefer, Matinee am Pfingst-Montag 2015, In: blick-aktuell
Personendaten
NAME Franzen, Friedrich
ALTERNATIVNAMEN Franzen, Friedrich Josef
KURZBESCHREIBUNG Pallottiner, Exerzitienmeister und Autor
GEBURTSDATUM 5. Februar 1893
GEBURTSORT Ediger
STERBEDATUM 22. Dezember 1974
STERBEORT Hünsborn