
Friedrich Jaecker (* 27. Oktober 1950 in Soest) ist ein deutscher Komponist und Musiktheoretiker.
Jaecker machte 1969 das Abitur. Ein anschließendes Studium an der Musikhochschule Detmold (Komposition, Musiktheorie, Klavier, Schulmusik, Musikwissenschaft) schloss er 1975 ab. Daraufhin studierte er von 1975 bis 1977 Komposition bei György Ligeti an der Musikhochschule Hamburg und betrieb gleichzeitig musikwissenschaftliche Studien an der Universität Hamburg. Seit 1977 arbeitete er als Dozent und von 1980 bis 2019 als Professor für Tonsatz an der Hochschule für Musik Köln.
Nach konstruktivistischen Anfängen (z. B. Beschreibung eines Zerfalls für Orchester, in excelsis für 3 Tasteninstrumente und 3 Schlagzeuger, beide 1976) und einem Ausflug zum Trash (z. B. Kammeroper „Dir, immer nur Dir...“, 1977–80) wandte sich Jaecker intensiv der Beobachtung des Kompositionsprozesses zu. In den seitdem entstandenen Werken verwendet er sparsamste Mittel. Von Pausen umgebene Klänge oder Einzeltöne werden so mit Beziehungen angereichert, dass weniger der Eindruck von Auflösung als von Potenzierung entsteht (z. B. ..., Ensemble für verschiedene Soloinstrumente bzw. Gesang und Ensemble, 1992–97, Orchester, 1996). Auf diesem Weg wurden auch semantische bzw. expressive Elemente erreichbar (z. B. Sphinx, 1999, Schrei, 2001). In letzter Zeit galt Jaeckers Interesse auch musikalischen Raumkonzeptionen (Harry’s Dream für 33 Gläser und Stimmen, 2012; in uns für 25 Stimmen in 5 Gruppen, 2013).
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Portrait-CDs bei TalkingMusic (TalkM 1011) 1998 und Cybele (Cybele 660.501) 2001.
Friedrich Jaecker erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, darunter waren:
| Personendaten | |
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| NAME | Jaecker, Friedrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komponist und Musiktheoretiker |
| GEBURTSDATUM | 27. Oktober 1950 |
| GEBURTSORT | Soest |