Friedrich Ritter

Friedrich Ritter (* 9. Mai 1898 in Quentel; † 9. April 1989 in Puerto de la Cruz, Tenerife) war ein deutscher Geologe und Botaniker, der besonders als Kakteensammler bekannt wurde. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „F.Ritter“.

Leben und Wirken

Friedrich Ritter studierte an der Universität Marburg Biologie, Geologie und Paläontologie. Noch vor Abschluss seines Studiums wanderte er 1920 mit seinen Eltern nach Mexiko aus. In Mexiko arbeitete er für verschiedene Minengesellschaften. In dieser Zeit begann er sich intensiver mit Kakteen zu beschäftigen. Ab 1930 unternahm er Studienreisen nach Peru, Bolivien, Argentinien, Brasilien und Chile. 1937 bis 1952 lebte er in Deutschland und diente auch in der Deutschen Wehrmacht. 1952 emigrierte er erneut nach Südamerika und ließ sich in Chile nieder. Von 1972 bis Ende 1976 lebte er in Paraguay. Ab Ende 1976 wohnte er wieder in Deutschland bei seiner Schwester in Spangenberg bei Kassel. 1982 zog er auf die Kanaren.

Ehrungen

Ihm zu Ehren wurde die Gattung Ritterocereus Backeb. der Pflanzenfamilie der Kakteengewächse (Cactaceae), heute ein Synonym von Stenocereus, benannt. Auch die Kakteengattung Ritterocactus Doweld ist nach ihm benannt. Friedrich Ritter zu Ehren sind auch sehr viele Kakteenarten benannt worden, so zum Beispiel: Aztekium ritteri, Espostoa ritteri, Gymnocalycium ritterianum, Rebutia ritteri, Oreocereus ritteri und Parodia ritteri.

Schriften (Auswahl)

Bücher

Zeitschriftenartikel

Nachweise

Einzelnachweise

  1. ↑ Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5 doi:10.3372/epolist2018.
Personendaten
NAME Ritter, Friedrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Botaniker
GEBURTSDATUM 9. Mai 1898
GEBURTSORT Quentel (Hessisch Lichtenau)
STERBEDATUM 9. April 1989
STERBEORT Puerto de la Cruz, Tenerife