Friedrich Stroh

Friedrich Stroh

Friedrich Stroh (* 18. März 1898 in Naunstadt; † 25. Mai 1969 in Herborn) war ein deutscher Germanist.

Leben

Nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg studierte Stroh ab 1922 in Gießen, Frankfurt und Marburg deutsche, englische und romanische Philologie sowie vergleichende Sprachwissenschaft. Er wurde 1928 in Gießen bei Otto Behaghel promoviert. Er arbeitete von 1928 bis 1937 als Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Gießen und nach seiner Habilitation in Germanischer Philologie 1934 als Privatdozent an der Universität Gießen. Ab 1938 war Stroh planmäßiger außerordentlicher Professor an der Universität Erlangen. Von 1933 bis 1939 war er Mitglied der SA, dann wechselte er zum NSKK. Am 30. Juli 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.577.071). Ab 1942 war er dort ordentlicher Professor für Germanistik, wurde 1947 aus politischen Gründen entlassen und 1948 wieder eingestellt, bis er 1956 aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung emeritiert wurde.

1963 wurde er mit dem Brüder-Grimm-Preis der Philipps-Universität Marburg ausgezeichnet.

Er war verheiratet mit Elsa Stroh, geb. Müller (1912–1990) und hatte drei Kinder: Holle Maurer, geb. Stroh (1936–2021), Wolf Stroh (1939–2018) und Frieder Stroh (*/† 1944).

Publikationen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/43640926
  2. ↑ Internationales Germanistenlexikon 1800 – 1950. Berlin 2003. S. 1838
Personendaten
NAME Stroh, Friedrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Germanist
GEBURTSDATUM 18. März 1898
GEBURTSORT Naunstadt
STERBEDATUM 25. Mai 1969
STERBEORT Braunfels