Fritillaria-Arten sind ausdauerndekrautige Pflanzen. Die Zwiebel dieser Geophyten besteht aus meist zwei bis drei dicht gepackten, fleischigen, stärkehaltigen Zwiebelschuppen, die anfangs durch eine dünne, durchscheinende Außenhaut geschützt werden, welche aber mit zunehmendem Alter verschwindet. Gelegentlich bilden sie auch kleine Tochterzwiebeln.
Der je Zwiebel einzige Stängel ist unverzweigt, aufrecht und belaubt. Die in Wirteln, gegen- oder wechselständig angeordnetenLaubblätter am Stängelgrund sind gestielt und die am Stängel sitzend. Die einfachen Blattspreiten sind länglich, lanzettlich, linealisch bis mehr oder weniger eiförmig.
Blütenstände und Blüten
Die meist nickenden Blüten stehen je nach Art entweder einzeln oder zu mehreren bis vielen in doldigen oder lockeren traubigenBlütenständen zusammen. Die Tragblätter sind laubblattähnlich.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Es sind zwei Kreise mit je drei freien, gleichen Blütenhüllblätter vorhanden und sie stehen glocken- bis becherförmig zusammen. Die Blütenhüllblätter sind oft schachbrettähnlich mit wechselnd hellen und dunklen Vierecken gemustert und haben in der Mitte oft einen grünen Längsstreifen. Am Grund der Blütenhüllblätter befinden sich auffällige Nektarien, sie sind am inneren Kreis besser entwickelt. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden, die die Blütenhüllblätter nicht überragen. Die Staubbeutel sind etwa auf halber Höhe der Staubfäden verwachsen. Die Staubfäden sind an der Basis der Blütenhüllblätter inseriert. Drei Fruchtblätter sind zu einem mehr oder weniger sitzenden, oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen, der viele Samenanlagen enthält. Der fast ungeteilte oder dreilappig bis -spaltige und hinfällige Griffel ist länger als der Fruchtknoten und endet in linealischen oder sehr kurzen Narben.
Früchte und Samen
Die aufrecht stehenden, dünnwandigen Kapselfrüchte sind dreifächrig mit sechs manchmal geflügelten Längskanten, oben abgeflacht und öffnen sich lokulizid der Länge nach. Die vielen flachen, gelblichen bis bräunlichen Samen sind in zwei Reihen je Fruchtfach angeordnet und können breit geflügelt sein.
Chromosomensätze
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 12 oder x = 13; häufig finden sich Chromosomenfragmente.
Verbreitungskarte von zehn Fritillaria Arten in Europa sowie West- und Mittelasien. (Versuch einer Darstellung gemäß der auf den jeweiligen Wikipedia-Seiten (en, de, ru, fr) angegebenen natürlichen Verbreitung)
Systematik und Verbreitung
Taxonomie
Die Gattung Fritillaria wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 303 aufgestellt. Typusart ist Fritillaria meleagrisL. Der wissenschaftliche Gattungsname Fritillaria geht zurück auf das lateinische Wort fritillus für „Würfelbecher“ und spielt auf die Form der Blüten und auf die viereckige Musterung an. Synonyme für FritillariaL. sind: AmblirionRaf., BaimoRaf., CoronaFisch. ex Graham, Eucrinum(Nutt.) Lindl., ImperialisAdans., KorolkowiaRegel, LiliorhizaKellogg, LyperiaSalisb., MelorimaRaf., MonocodonSalisb., OchrocodonRydb., PetiliumLudw., RhinopetalumFisch. ex D.Don, TheresiaK.Koch, TozzettiaParl., SaranaFisch. ex Baker.
Die 100 bis 162 Fritillaria-Arten sind sämtlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. Mannigfaltigkeitszentren sind Zentralasien und der Mittelmeerraum. Die Türkei ist mit etwa 48 Arten das artenreichste Land dieser Gattung. In China gibt es etwa 24 Arten, 15 davon nur dort. Etwa 18 Arten gibt es im Iran. Etwa 20 Arten kommen in Nordamerika vor. In Pakistan kommen nur etwa fünf Arten vor. In Mitteleuropa wild vorkommend ist nur die in Deutschland wie in Österreich gefährdete Schachblume (Fritillaria meleagris).
Es gibt 2002 etwa 100 bis 162 und Ende 2024 etwa 170Fritillaria-Arten:
Arten der Gattung Fritillaria
Spitzkronige Fritillarie (Fritillaria acmopetalaBoiss., Syn.: Fritillaria lyciaBoiss. & Heldr., Fritillaria reygassiiBoiss. & Blanche, Fritillaria sororumJim.Persson & K.Persson): Sie ist von der südwestlichen bis südlichen Türkei über Zypern bis zum Libanon und bis Israel verbreitet.
Fritillaria alfredaePost subsp. alfredae: Sie kommt nur im Libanon vor.
Fritillaria alfredae subsp. glaucoviridis(Turrill) Rix (Fritillaria glaucoviridisTurrill, Fritillaria haradjianiiBriq.): Sie kommt nur in der südlichen-zentralen Türkei vor.
Fritillaria alfredae subsp. platyptera(Sam. ex Rech. f.) Rix (Syn.: Fritillaria platyptera Sam. ex Rech. f.): Sie kommt vom südtürkischen Hatay bis Syrien vor.
Fritillaria amana(Rix) R.Wallis & R.B.Wallis: Sie kommt nur in der südlichen-zentralen Türkei vor.
Fritillaria anhuiensisS.C.Chen & S.F.Yin (Syn.: Fritillaria anhuiensis var. albifloraS.C.Chen & S.F.Yin, Fritillaria ebeiensisG.D.Yu & G.Q.Ji, Fritillaria ebeiensis var. purpureaG.D.Yu & P.Li, Fritillaria hupehensis var. dabieshanensisM.B.Deng & K.Yao, Fritillaria shuchengensisY.K.Yang et al., Fritillaria wuyangensisZ.Y.Gao): Sie gedeiht in Höhenlagen von 600 bis 900 Metern in den chinesischen Provinzen Anhui sowie Henan.
Syrische Fritillarie (Fritillaria assyriacaBaker, Syn.: Fritillaria canaliculataBaker, Fritillaria viridisBesant): Sie ist von der östlichen Türkei bis zum westlichen Iran verbreitet.
Fritillaria asumaniaeR.Wallis, R.B.Wallis & Özhatay: Sie wurde 2015 aus der Türkei erstbeschrieben.
Zweiblütige Fritillarie oder Missionsglocke (Fritillaria bifloraLindl.): Es gibt zwei Varietäten:
Fritillaria bifloraLindl. var. biflora: Sie gedeiht in Höhenlagen von 0 von 1200 Metern im westlichen Kalifornien und im mexikanische Baja California.
Fritillaria biflora var. inezianaJeps. (Syn.: Fritillaria grayanaRchb. f. & Baker): Dieser Endemit kommt in Kalifornien nur im Hillsborough County und im San Mateo County vor. Dieser als selten und gefährdet bezeichnete Endemit gedeiht in Höhenlagen von 0 bis 200 Metern nur im kalifornischen Hillsborough-Gebiet im San Mateo County.
Bithynische Fritillarie (Fritillaria bithynicaBaker): Sie kommt auf Inseln der östlichen Ägäis und in der nordwestlichen bis westlichen Türkei vor.
Fritillaria brandegeeiEastw.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1500 bis 2100 Metern in Kalifornien. Diese selten Art ist durch Weidewirtschaft gefährdet.
Schatten-Schachblume oder Schwarze Fritillarie (Fritillaria camschatcensis(L.) Ker Gawl., Syn.: Fritillaria sarannaStejneger nom. inval., Fritillaria camschatcensis var. flavescensMakino, Fritillaria camschatcensis var. alpina(H.Matsuura & Toyok.) Hid.Hara, Fritillaria camschatcensis subsp. alpinaH.Matsuura & Toyok., Fritillaria camschatcensis var. keisukeiMakino): Sie ist von Japan über Kamtschatka, Sachalin, Amur, Alaska, der kanadischen Provinz British Columbia bis zu den nordwestlichen US-Bundesstaaten Oregon sowie Washington verbreitet.
Karische Fritillarie (Fritillaria caricaRix, Syn.: Fritillaria chiaBoiss. ex Nyman nom. inval., Fritillaria pelinaeaKamari, Fritillaria tulipifolia var. dasyphyllaBaker): Sie kommt in der südwestlichen Türkei und auf Inseln in der östlichen Ägäis vor.
Purpurbraune Fritillarie (Fritillaria caucasicaAdam, Syn.: Fritillaria racemosaMill. nom. utique rej., Fritillaria tulipifoliaM.Bieb., Fritillaria parvifloraMart., Fritillaria armena var. lucidaHausskn. & Bornm., Fritillaria lucida(Hausskn. & Bornm.) Bornm.): Sie ist von der nördlichen bis nordöstlichen Türkei über den Kaukasusraum bis in den nordwestlichen Iran verbreitet.
Fritillaria cirrhosaD.Don (Syn.: Fritillaria polyphyllaFortune nom. nud., Fritillaria royleiHook., Fritillaria gulielmi-waldemariiKlotzsch, Fritillaria cirrhosa var. brachyanthaC.Marquand & Airy Shaw, Fritillaria cirrhosa var. bonatii(H.Lév.) S.C.Chen, Fritillaria cirrhosa var. viridiflavaS.C.Chen, Fritillaria cirrhosa var. dingriensisY.K.Yang & J.Z.Zhang, Fritillaria duilongdeqingensisY.K.Yang & Gesan, Fritillaria zhufenensisY.K.Yang & J.Z.Zhang, Fritillaria lhiinzeensisY.K.Yang & al., Fritillaria cirrhosa subsp. roylei(Hook.) Ali): Sie ist von Indien, Pakistan, Bhutan, Nepal, Sikkim, Myanmar und Tibet bis zu den chinesischen Provinzen Gansu, Qinghai, Sichuan sowie Yunnan (als chinesisch川贝母Chuān bèi mǔ) verbreitet.
Schwefelgelbe Schachblume (Fritillaria collinaAdam, Syn.: Fritillaria luteaM.Bieb. nom. illeg., Fritillaria biebersteinianaKharkev.): Sie ist von der östlichen Türkei bis zum Kaukasusraum verbreitet.
Fritillaria conicaBoiss.: Sie kommt nur im südwestlichen Griechenland vor.
Fritillaria crassicaulisS.C.Chen (Syn.: Fritillaria omeiensisS.C.Chen): Sie gedeiht in Höhenlagen von 2500 bis 3400 Metern in den chinesischen Provinzen südwestliches Sichuan sowie nordwestliches Yunnan.
Dickblättrige Schachblume (Fritillaria crassifoliaBoiss. & A.Huet): Je nach Autor gibt es zwei bis vier Unterarten:
Fritillaria delavayiFranch. (Syn.: Fritillaria bhutanicaTurrill, Fritillaria delavayi var. banmaensisY.K.Yang & J.K.Wu, Fritillaria xizangensisY.K.Yang & Gesan): Sie ist in Bhutan, Sikkim und in den chinesischen Provinzen Qinghai, Sichuan, Yunnan (als chinesisch梭砂贝母Suō shā bèi mǔ), sowie in Tibet verbreitet, dazu:
Fritillaria eceriBalos & Eker: Sie wurde 2023 aus der Provinz Mardin im südöstlichen Anatolien erstbeschrieben.
Fritillaria eastwoodiaeR.M.Macfarl.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 500 bis 1500 in den westlichen US-Bundesstaaten Oregon sowie nördliche Kalifornien.
Eduard-Kaiserkrone (Fritillaria eduardiiA.Regel ex Regel, Syn.: Fritillaria imperialis var. eduardii(Regel) Regel): Sie ist mit zwei Varietäten in Zentralasien verbreitet:
Fritillaria eduardiiA.Regel ex Regel var. eduardii (Syn: Fritillaria imperialis var. inodora-purpureaRegel): Sie ist in Zentralasien verbreitet.
Fritillaria eduardii var. inodora(Regel) Wietsma (Syn.: Fritillaria imperialis var. inodoraRegel, Fritillaria inodora(Regel) Tubergen): Sie ist in Zentralasien verbreitet.
Fritillaria ehrhartiiBoiss. & Orph. (Syn.: Fritillaria ehrhartii var. prasinanthaKamari, Fritillaria macrandraBaker, Fritillaria regis-georgiiHeldr. & Holzm. ex Rouy, Fritillaria sporadumKamari): Sie kommt auf Inseln in der Ägäis vor.
Grünstreifige Fritillarie (Fritillaria elwesiiBoiss.): Sie kommt in der südwestlichen sowie südlichen Türkei vor.
Fritillaria enginiana(Byfield & Özhatay) Teksen (Syn.: Fritillaria sibthorpiana subsp. enginianaByfield & Özhatay): Sie hat seit 2018 den Rang einer Art und kommt in der südwestlichen Türkei vor.
Fritillaria epiroticaTurrill ex Rix: Sie kommt nur im nordwestlichen Griechenland vor.
Fritillaria falcata(Jeps.) D.E.Beetle: Dieser seltene kalifornische Endemit gedeiht in Höhenlagen von 300 bis 1200 Metern nur in der San Francisco Bay Region und etwas nordwärts davon.
Fritillaria graecaBoiss. & Spruner subsp. graeca: Sie kommt im östlichen sowie südlichen Griechenland und auf Kreta vor.
Thessalische Schachblume (Fritillaria graeca subsp. thessala(Boiss.) Rix, Syn.: Fritillaria thessala(Boiss.) Kamari): Sie kommt im südlichen Albanien, in Nordmazedonien sowie im nördlichen bis nordwestlichen Griechenland vor.
Fritillaria hakkarensis(Rix) Teksen (Syn.: Fritillaria crassifolia subsp. hakkarensisRix): Sie hat seit 2018 den Rang einer Art und kommt von der südöstlichen Türkei bis in den nördlichen Irak vor.
Fritillaria kurdicaBoiss. & Noë (Syn.: Fritillaria karadagensisTurrill, Fritillaria crassifolia subsp. kurdica(Boiss. & Noë) Rix): Sie kommt von der südöstlichen Türkei über Transkaukasien und den Irak, bis zum westlichen Iran vor.
Fritillaria legionensisLlamas & J.Andrés: Dieser Endemit kommt nur im nordwestlichen Spanien vor.
Weiße Fritillarie (Fritillaria liliaceaLindl.): Diese als selten und gefährdet geltende Art gedeiht in Höhenlagen von 0 bis 200 Metern im westlichen Kalifornien.
Fritillaria lusitanicaWikstr. subsp. lusitanica: Sie kommt auf der Iberischen Halbinsel vor.
Fritillaria lusitanica subsp. stenophylla(Boiss. & Reut.) K.Richt. (Syn.: Fritillaria stenophyllaBoiss. & Reut., Fritillaria lusitanica var. stenophylla(Boiss. & Reut.) Baker): Sie kommt vom westlich-zentralen sowie südlichen Portugal bis zum südwestlichen Spanien vor.
Zarte Schachbrettblume (Fritillaria messanensis subsp. gracilis(Ebel) Rix): Sie kommt in Montenegro, Albanien, im Kosovo, und auf den Ionischen Inseln vor.
Fritillaria messanensis subsp. messanensis: Sie kommt auf Sizilien sowie in Kalabrien und in Griechenland (nur Peloponnes, Olymp) vor.
Fritillaria messanensis subsp. neglecta(Parl.) Nyman: Sie kommt in Kroatien nur in Istrien sowie Dalmatien vor.
Fritillaria messanensis subsp. sphaciotica(Gand.) Kamari & Phitos: Sie ist ein Endemit Kretas.
Michailovsky-Fritillarie (Fritillaria michailovskyiFomin): Sie kommt nur in der östlichen Türkei vor.
Fritillaria micranthaA.Heller: Sie gedeiht in Höhenlagen von 300 bis 1800 Metern im zentralen Kalifornien.
Fritillaria przewalskiiMaxim. ex Batalin: Sie gedeiht in Höhenlagen von 2800 bis 4400 Metern in den chinesischen Provinzen südliches Gansu, östliches Qinghai sowie Sichuan.
Schamhafte Fritillarie (Fritillaria pudica(Pursh) Spreng.): Sie ist in den kanadischen Provinzen südwestliches Alberta sowie südwestliches British Columbia und in den westlichen US-Bundesstaaten nordwestliches Colorado, Idaho, Montana, Oregon, Washington, westliches Wyoming, nördliches Kalifornien, nördliches Nevada sowie nordwestliches Utah verbreitet und gedeiht in Höhenlagen von 0 bis 100 Metern.
Fritillaria purdyiEastw.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 400 bis 2100 Metern in Oregon sowie im nördlichen Kalifornien.
Fritillaria pyrenaica subsp. boissieri(Costa) Vigo & Valdés. Sie gilt bei manchen Autoren als Synonym von Fritillaria lusitanica subsp. lusitanica und kommt auf der Iberischen Halbinsel vor.
Fritillaria pyrenaica subsp. falcata(E.Rico) R.Alonso, Paz & M.E.García: Sie kommt im westlichen bis nordwestlichen Spanien und im nordöstlichen Portugal vor.
Fritillaria pyrenaicaL. subsp. pyrenaica: Sie kommt im südlichen-zentralen Frankreich und im nördlichen bis nordwestlichen Spanien vor.
Zwerg-Kaiserkrone (Fritillaria raddeanaRegel): Sie ist vom nordöstlichen Iran bis Turkmenistan und Kaschmir verbreitet.
Scharlachrote Fritillarie (Fritillaria recurvaBenth.): Sie gedeiht in Höhenlagen von 300 bis 2200 Metern im südlichen Oregon, Kalifornien sowie Nevada.
Fritillaria serpenticola(Rix) Teksen & Aytaç (Syn.: Fritillaria carica subsp. serpenticolaRix): Sie hat seit 2004 den Rang einer Art kommt in der Türkei nur in Eskisehir sowie Antalya vor.
Sibthorp-Fritillarie (Fritillaria sibthorpiana(Sm.) Baker): Sie kommt von der ostägäischen Insel Simi bis in die südwestliche Türkei vor.
Fritillaria sichuanicaS.C.Chen: Sie gedeiht in Höhenlagen von 2000 bis 4000 Metern in den chinesischen Provinzen südliches Gansu, südliches Qinghai sowie westliches Sichuan.
Fritillaria sinicaS.C.Chen: Sie gedeiht in Höhenlagen von 3400 bis 3600 Metern nur im westlichen Sichuan.
Fritillaria sororumJim.Persson & K.Persson: Sie wurde 1998 aus der südlichen Türkei erstbeschrieben.
Fritillaria ×spetsioticaKamari: Diese Naturhybride aus Fritillaria graeca × Fritillaria rhodocanakis kommt in Griechenland vor.
Sporn-Fritillarie (Fritillaria stenanthera(Regel) Regel): Sie ist in Zentralasien verbreitet.
Fritillaria straussiiBornm.: Sie ist von der südöstlichen Türkei bis zum westlichen Iran verbreitet.
Fritillaria striataEastw.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 0 bis 1000 Metern in Kalifornien. Diese selten Art ist hauptsächlich durch Weidewirtschaft gefährdet.
Fritillaria ×tokushimensisAkasawa, Katayama & T.Naito (= Fritillaria muraiana × Fritillaria shikokiana): Sie kommt nur auf der japanischen Insel Shikoku vor.
Fritillaria tortifoliaX.Z.Duan & X.J.Zheng: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1500 bis 2100 Metern nur im nordwestlichen Teil des autonomen Gebietes Xinjiang.
Westalpen-Schachblume (Fritillaria tubiformisGren. & Godr.): Sie gedeiht in den Südwestalpen in Frankreich sowie Italien, mit den Unterarten bzw. Varietäten:
Fritillaria tubiformis subsp. moggridgei(Boiss. & Reut. ex Planch.) Rix
Fritillaria unibracteata var. longinectareaS.Y.Tang & S.C.Yueh: Sie gedeiht in Höhenlagen von 3200 bis 4700 Metern nur im nordwestlichen Sichuan vor.
Fritillaria unibracteataP.K.Hsiao & K.C.Hsia var. unibracteata: Sie gedeiht in Höhenlagen von 3200 bis 4700 Metern im südlichen Gansu, südöstlichen Qinghai sowie nordwestlichen Sichuan vor.
Fritillaria unibracteata var. wabuensis(S.Y.Tang & S.C.Yueh) Z.D.Liu, Shu Wang & S.C.Chen (Syn.: Fritillaria wabuensisS.Y.Tang & S.C.Yueh): Sie kommt nur im südwestlichen Sichuan vor.
Fritillaria virideaKellogg: Diese als selten und gefährdet geltende Art gedeiht nur auf Sepentinit-Hängen in Höhenlagen von 200 bis 1500 Metern in Kalifornien im San Benito County sowie San Luis Obispo County vor und gilt als selten.
Fritillaria yuminensisX.Z.Duan: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1700 bis 2800 Meter nur im nordwestlichen Teil des autonomen Gebietes Xinjiang.
Fritillaria yuzhongensisG.D.Yu & Y.S.Zhou: Sie gedeiht an grasigen Hängen in Höhenlagen von 1800 bis 3500 Metern in den chinesischen Provinzen Gansu, Henan, Ningxia, Shaanxi sowie Shanxi.
Die meisten Fritillaria-Arten sind für den Menschen giftig. Als Giftstoffe wurden eine Reihe von Alkaloiden identifiziert, darunter Fritillin und das Steroidalkaloid Imperialin. Insbesondere die Zwiebeln können eine tödliche Wirkung entfalten, wenn sie in großen Mengen aufgenommen werden. Zur Behandlung werden Spasmolytika verabreicht.
Medizinische Verwendung
Die Fritillaria-Arten finden in Westeuropa keinerlei medizinische Verwendung. Auch im Futter von Weidetieren sind diese Pflanzen unerwünscht.
Jedoch finden die getrockneten Zwiebeln verschiedener Arten wie
Fritillaria cirrhosa (川贝母Chuān Bèi Mǔ),
Fritillaria unibracteata (暗紫贝母Àn zǐ bèi mǔ),
Fritillaria przewalskii (甘肃贝母Gānsù bèi mǔ) und
Fritillaria delavayi (梭砂贝母Suō shā bèi mǔ)
in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als 川贝Chuān bèi Anwendung; insbesondere gilt das für Fritillaria delavayi, 炉贝Lú bèi genannt.
Durch kommerzielles Abernten an für den Menschen leichter zugänglichen Standorten der Himalaya-Region hat diese Spezies bereits eine Tarnfärbung entwickelt: Aufgrund des Selektionsdrucks entwickelte sich dort aus schon immer vorhandenen Farbvarianten mit gewöhnlich eher grünen Blättern und gelben Blüten eine Variante mit steinerner (grauer und bräunlicher) Tarnfärbung, während an entlegeneren Standorten weiter die bisher üblichen Farbvarianten vorherrschen. Da keine Spuren von Tierfraß festgestellt werden konnten, sehen die Autoren Niu etal (2020) diese Veränderung als durch den Menschen verursacht an.
Nachweise
Literatur
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Einzelnachweise
12345
Mahfouz Advay: Fritillaria marivanensis (Liliaceae), a new species from western Iran. In: Phytotaxa, Volume 675, Issue 3, Dezember 2024, S. 292–300. doi:10.11646/phytotaxa.675.3.8
12345678910111213141516171819202122232425262728293031
Bryan Ness: Fritillaria. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.):Flora of North America North of Mexico. Volume 26: Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales. Oxford University Press, New York / Oxford u.a. 2002, ISBN 0-19-515208-5, S.164 (englisch, online).
12345678910111213141516171819202122232425262728293031
Chen Xinqi (陈心启), Helen V. Mordak: Fritillaria. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.):Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae. Science Press/ Missouri Botanical Garden Press, Beijing/ St.Louis 2000, ISBN 0-915279-83-5, S.127 (englisch, online).
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