1926 wurde er Professor an der Kunstakademie von Königsberg und leitete für zehn Jahre eine Meisterklasse. Einer seiner Studenten 1931/1932 war Hubert Berke, der im Nachkriegsdeutschland einer der wichtigen Maler des deutschen Informels wurde.
In der Zeit des Nationalsozialismus war Burmann Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an 41 Ausstellung sicher belegt, darunter 1939 die Große Deutsche Kunstausstellung in München, auf der Hitler Burmanns Bild Blick aufs Meer für 1.800 RM erwarb. Die frühen expressionistischen Werke Burmanns galten als „entartet“, und 1937 wurden im Rahmen der deutschlandweiten konzertierten Aktion „Entartete Kunst“ fünf seiner Werke aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt.
Zu Ehren von Fritz Burmann wurde in seiner Heimatstadt, dem heutigen Rheda-Wiedenbrück, eine Straße nach ihm benannt.
Werke (Auswahl)
1937 als „entartet“ aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmte Werke
Familie (Öl auf Leinwand, um 1923; Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf; zerstört)
Wasserträgerin (Aquarell; Kunstsammlungen der Stadt Königsberg; 1940 zur „Verwertung“ auf dem Kunstmarkt an den Kunsthändler Bernhard A. Böhmer, Verbleib unbekannt)
Armenhäuslerin/Alte Frau am Fenster (Öl auf Leinwand, 70,2 × 60,5 cm, 1924; Kunstsammlungen der Stadt Königsberg; zerstört)
Aus der Nationalgalerie Berlin im Kronprinzenpalais wurde das Stillleben mit Kakteen (Öl auf Holz, 66,5 × 53,5 cm, 1925) beschlagnahmt, dann aber zurückgegeben.
Weitere Werke (Auswahl)
Das Mädchen
Mutter mit Kind
Frauen in italienischer Landschaft
Blonde Familie
Alte Frau am Fenster
Familie, 1923
Blick aufs Meer, 1939
Literatur
Burmann, Fritz. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts.Band1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S.358 (Textarchiv– Internet Archive– Leseprobe).
Hanns Heinz Ewers: Fritz Burmann – Düsseldorf. In: Deutsche Kunst und Dekoration. Band 56, Verlagsanstalt Alexander Koch, Darmstadt 1925, S. 16 ff. (Digitalisat)
↑Tagebuch von Willy Spatz (1914–1919), Eintrag vom 31. Oktober 1914, PDF (Scans), S. 6, Stadtarchiv Düsseldorf, 0-1-23-41.0000
↑Dieter Pesch; Martin Pesch: Werner Peiner - Verführer oder Verführter: Kunst des Dritten Reichs. In „die Dreimannwerkstätte“, S. 16 bis 17 Online auf Google Books, abgerufen am 26. März 2017
↑Friederike Schüler: Im Dienste der Gemeinschaft – Figurative Wandmalerei in der Weimarer Republik, Tetum, Marburg, 2017, ISBN 978-3-8288-3768-3, S. 406
↑Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 404, passim