Ernst Heinrich Fritz Gerathewohl (* 31. Januar 1896 in Dresden; † 1956) war ein deutscher Sprecherzieher.
Fritz Gerathewohl, Sohn des Bankbevollmächtigten Eduard Heinrich Gerathewohl, gehörte während seines Studiums in München zum Schülerkreis von Artur Kutscher, dem Begründer der Theaterwissenschaft. Unter ihm spielte er im Stück von Hanns Johst Der einsame Mensch mit. 1919 war er Mitbegründer der DDP in Bayern. In den 1920er Jahren schrieb er für das Radio unter anderem Hörspiele und hielt Vorträge zum Medium. 1930 wurde er Lektor und Sprecherzieher an der Universität München, ihm wurde der Professorentitel verliehen. 1933 trat er in die SA ein, wurde aber 1938 wegen fehlender Aktivität ausgeschlossen. Beim NS-Lehrerbund war er 1934 Reichssachbearbeiter für Sprecherziehung.
Nach 1945 leitete Gerathewohl den Rednerdienst der CSU. Er verfasste zahlreiche Handbücher zur Rhetorik und zur Sprecherziehung, sowohl für politische als auch wirtschaftliche Zwecke. Ab 1950 gehörte er dem Deutschen Ausschuss für Sprechkunde und Sprecherziehung unter dem Vorsitz von Helmut de Boor und Paul Diels zur Bearbeitung der verbindlichen Bühnenaussprache an, die lange über den „Siebs“ veröffentlicht wurde.
| Personendaten | |
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| NAME | Gerathewohl, Fritz |
| ALTERNATIVNAMEN | Gerathewohl, Ernst Heinrich Fritz (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pädagoge und Rhetoriker |
| GEBURTSDATUM | 31. Januar 1896 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | 1956 |