Fritz Zoref

Fritz Viktor Zoref, als Drehbuchautor Fritz Zoreff, (* 31. August 1893 in Wien, Österreich-Ungarn; † 26. November 1962 in Paterson, Vereinigte Staaten) war ein österreichischer Theaterregisseur, Übersetzer, Librettist, Bühnen- und Drehbuchautor.

Leben und Wirken

Zoref begann seine künstlerischen Tätigkeiten in der Frühphase des Ersten Weltkriegs und studierte zeitgleich Musikwissenschaft und Germanistik. Von Anbeginn legte Zoref eine große Vielseitigkeit an den Tag: Er wirkte bereits mit Anfang zwanzig als Dramaturg und Regisseur am Theater, verfasste Liedtexte wie beispielsweise zu Der Arzt der Sobeide und Theaterkritiken und übersetzte (etwa mit seinem Kollegen Siegfried Bernfeld) ausländische Texte wie die Wildwestgeschichte Das Lassomädel. Noch während seines Studiums verpflichtete man Zoref 1917 als Spielleiter (Regisseur) an Wiens Volksoper. Auch für den Hörfunk (RAVAG) war Zoref schriftstellerisch tätig. Hier sorgte er im Juli 1932 mit dem Stück Das andere Land unter der Regie von Aurel Novotny für Aufsehen.

1927 begann Fritz Zoref, seinen Nachnamen nunmehr um ein „f“ erweitert, eine vorübergehende Tätigkeit als Autor für den österreichischen Film. Zoreff-Drehbücher wurden vor allem für Lustspiele und Stücke mit volkstümlichem Charakter verwendet. Doch bereits kurz nach Anbruch der Tonfilmzeit versandete seine Filmtätigkeit weitgehend. Zwischenzeitlich (1930) hatte er (gemeinsam mit dem Kollegen Josef Fabricius) auch ein Bühnenstück mit dem Titel Bankrott veröffentlicht, weitere folgten (Die Lustspielidee, Familie Wiener). Er verfasste aber auch mehrere Dramen wie Der Ruf, Der silberne Ruf und Höllenmaschine. Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte der Jude Zoref via Frankreich in die USA, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Was er dort beruflich tat, ist derzeit unbekannt.

Filmografie

Einzelnachweise

  1. ↑ Fritz Zoref(f). In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
  2. ↑ Rubrik Literatur
  3. ↑ Rubrik Kunstnachricht. In: Die Zeit, 28. Mai 1915, S. 2 (online bei ANNO).
  4. ↑ Rubrik Theater, Kunst, Musik. In: Reichspost, 29. Mai 1915, S. 9 (online bei ANNO).
  5. ↑ Rubrik Theater- und Kunstnachrichten. In: Neue Freie Presse, 1. März 1916, S. 13 (online bei ANNO).
  6. ↑ Rubrik Theater. In: Neues 8-Uhr-Blatt, 14. März 1917, S. 3 (online bei ANNO).
  7. ↑ Meldung „Vortragsabend“. In: Österreichische Volks-Zeitung / Kleine Volks-Zeitung / Volks-Zeitung, 10. Februar 1916, S. 6 (online bei ANNO).
  8. ↑ Rubrik Theater. In: Bade- und Reise-Journal / Illustrirte Curorte-Zeitung / Deutschösterreich / Illustrierte Zeitschrift für internationalen Fremdenverkehr, 1. Februar 1920, S. 6 (online bei ANNO).
  9. ↑ Rubrik Büchertisch. In: Pilsner Tagblatt / Pilsner Tagblatt. Westböhmische Tageszeitung / Westböhmische Tageszeitung / Westböhmische Tageszeitung. Pilsner Tagblatt, 16. November 1925, S. 4 (online bei ANNO).
  10. ↑ Rubrik Bücherschau. In: Klagenfurter Zeitung, 18. Oktober 1925, S. 6 (online bei ANNO).
  11. ↑ Rubrik Theater und Kunst. In: Österreichische Volks-Zeitung / Kleine Volks-Zeitung / Volks-Zeitung, 19. Mai 1917, S. 9 (online bei ANNO).
  12. ↑ Programmvorschau. In: Radio Wien, 1. Juli 1932, S. 32 (online bei ANNO).
  13. ↑ Rubrik Theater und Kunst. In: Neues Wiener Journal, 24. August 1930, S. 24 (online bei ANNO).
Personendaten
NAME Zoref, Fritz
ALTERNATIVNAMEN Zoreff, Fritz; Zoref, Fritz Viktor (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Liedtexter, Bühnenschriftsteller, Übersetzer, Theaterregisseur und Drehbuchautor
GEBURTSDATUM 31. August 1893
GEBURTSORT Wien
STERBEDATUM 26. November 1962
STERBEORT Paterson (New Jersey), Vereinigte Staaten